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29. Oktober 2015

Allergische Hautreaktionen

Verschiedene Hautveränderungen können eine allergische Reaktion als Ursache haben. Dazu gehören z. B. Rötungen, Schwellungen, Bläschenbildungen oder nässende Quaddeln, die häufig mit starkem Juckreiz bis hin zu stechenden Schmerzen verbunden sind. Allergieerkrankungen haben in den letzten Jahren zugenommen und mittlerweile sind in Europa fast ein Viertel aller Menschen schon einmal von einer allergischen Reaktion betroffen gewesen. Die überschießende Reaktion des körpereigenen Immunsystems richtet sich dann gegen normalerweise verträgliche und "harmlose" Stoffe. Der Körper reagiert mit einer Überproduktion von Antikörpern, Zellen und Botenstoffen, wie z. B. dem Histamin, um die vermeintlichen Eindringlinge zu bekämpfen. Neben anderen allergischen Reaktionen des Körpers können sichtbare Hautreaktionen bei nahezu allen Formen von Allergien Begleiterscheinungen sein.

Welche Allergien lösen Hautreaktionen aus?

Die Haut gilt als ein Schutzwall des menschlichen Körpers und erste Anzeichen von Erkrankungen oder Unverträglichkeiten zeigen sich sehr häufig hier als Erstes. Die sogenannten Kontaktallergien können sehr zeitnah, aber auch erst nach 24 bis 72 Stunden nach einem Kontakt mit einem allergieauslösenden Stoff entstehen. Dabei können alle denkbaren Stoffe allergieauslösend sein, besonders häufig sind Kontaktallergien jedoch im Zusammenhang mit:

  • Metallen, wie z. B. Nickel (ist häufig im Schmuck, Knöpfen oder Reißverschlüssen Bestandteil)
  • Dem Sekret auf Tierhaaren, wie z. B. bei Katzen und Hunden
  • Pflanzen, wie z. B. Beifuß, Kastanie, Gräser, Arnika u.a.
  • Duft- und Konservierungsstoffen, wie z. B. in Parfums, Hautpflegemitteln, Duschgels, Cremes u.a.
  • Latex in Latex-Handschuhen oder Kondomen
  • verschiedenen Inhaltsstoffen von Reinigungsmitteln
  • ätherischen Ölen
  • Nahrungsmitteln, wie z.B. Mehlstaub beim Backen

Verschiedene Hautreaktionen können aber auch bei anderen Formen von Allergien auftreten, wie z. B. bei der zytologischen Allergie als Begleiterscheinung von anderen Erkrankungen oder auch den sogenannten autoimmunen Erkrankungen. Bei den autoimmunen Erkrankungen können sich Abwehrreaktionen gegen körpereigene Stoffe richten. Ebenso sind allergiebedingte Hautreaktionen bei verschiedenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten allergiebedingte Hautreaktionen auftreten, wie z. B. bei Allergien gegenüber Fleisch, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen, Früchten und weiteren Lebensmitteln. Weiterhin können sehr schwerwiegende Allergien mit ebenfalls starken Hautreaktionen bei verschiedenen Arzneimittelunverträglichkeiten entstehen. Durch ungünstige Lebensumstände, wie zum Beispiel hohen psychischen Belastungen, Stress im Familien- oder Berufsleben oder auch dem Verzehr von Alkohol können sich die allergischen Reaktionen sogar noch zusätzlich verstärken.

Wie unterscheiden sich die allergischen Hautreaktionen von anderen Hautkrankheiten?

Die allergischen Hautreaktionen können sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder aufweisen, wie z. B. starke Rötungen, nässende Pusteln und Quaddeln, Rillenbildung und Verhornung der Haut. Auch großflächige Rötungen mit kleinen Pickeln, großflächige Rötungen mit starken Schwellungen z. B. in Nähe der Gelenke bei Allergien gegenüber anderen Erkrankungen und andere sind möglich. Ärzte sprechen im Zusammenhang mit allergischen Hautreaktionen von einem Exanthem.
Sehr gute Erkennungszeichen für eine allergische Hautreaktion sind z. B. der starke Juckreiz bis hin zu stechenden Schmerzen oder einem Brennen der Haut. Auch die Ausbildung einer Nesselsucht ist möglich. Bei Kontaktallergien klingen die Symptome nach relativ kurzer Zeit wieder ab, wenn der Kontakt zu der allergieauslösenden Substanz vermieden wird.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Nur ein Arzt kann eindeutig feststellen, ob es sich bei den Hautveränderungen um allergische Reaktionen handelt. Eine leichte Hautirritation kann gelegentlich vorkommen, beispielsweise bei Kontakt mit ungewohnten Substanzen - wie z. B. neuen Hautpflegemitteln und Anderen. Treten die Hautveränderungen aber in wiederholtem Maße auf, sind die Hautveränderungen sehr schmerzhaft oder stark angeschwollen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Zeigen sich Hautveränderungen bei kleineren Kindern oder sogar Säuglingen, sollte ebenfalls sofort ein Kinderarzt hinzugezogen werden, da bei ihnen Allergien sehr schnell bedrohliche Ausmaße annehmen können. Ebenso sind leicht Verwechslungen des allergischen Erscheinungsbildes mit dem Krankheitsbild der Neurodermitis möglich. Eine sichere Diagnose, bei Erwachsenen und Kindern, ob eine allergische Reaktion vorliegt, kann nur ein Arzt z. B. mit einem sogenannten "Pricktest" feststellen. Bei diesem Test werden allergene Substanzen leicht unter die Hautoberfläche eingebracht und anhand einer möglicherweise einsetzenden Reaktion kann Aufschluss über eine mögliche Allergie geben.

Maßnahmen, die Sie selbst ergreifen können

Verschiedene Hausmittel können helfen, leichte Irritationen der Haut zu lindern. Hautberuhigende Mittel, wie z. B. kühlende Quarkumschläge, Kamillenbäder oder Ähnliches können sich als sehr wohltuend erweisen. Allerdings sollte bei diesen Hausmitteln ebenfalls abgeklärt werden, ob nicht eine Allergie gegenüber den Substanzen vorliegt. Frei verkäufliche Arzneimittel, wie z. B. die Reaktion eindämmende Hydrocortisoncremes oder Antihistaminika in Gel oder in Tablettenform, können kurzfristig Linderung verschaffen. Diese Arzneimittel sollten aber nur bei bekannten und durch einen Arzt abgeklärten Allergien eingenommen werden. Bei wiederholtem Auftreten von allergischen Hautreaktionen empfiehlt es sich immer zunächst einen Hautarzt aufzusuchen.

Entstanden in Zusammenarbeit mit der Europa Apotheek

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