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Herpes

Was ist Herpes?

Was ist Herpes und welche Arten von Herpes gibt es? Die unter dem Namen Herpes bekannte Hautkrankheit zählt zu den Infektionen, die durch Viren hervorgerufen werden. Genauer gesagt ist hier das Herpes-Simplex-Virus für das Auftreten der allseits bekannten Bläschen im Gesicht oder an Intimstellen bekannt. Ersterer tritt meistens in Form von Lippenherpes (Herpes simplex labialis), also als Herpes im Mund auf, während Genitalherpes (Herpes genitalis) den Schambereich beider Geschlechter betreffen kann. Eine weitere Herpesform stellt Herpes zoster dar, im Volksmund auch als Gürtelrose bekannt. Auch diese Hautkrankheit entsteht durch die Viren der HSV Art.

Die Entstehung und Übertragung von Herpes

Bei der Entstehung der Hautkrankheiten spielen, wie schon eingangs beschrieben, Herpes-simplex-Viren die Hauptrolle. Dabei wird zwischen acht verschiedenen Typen unterschieden, die jeweils verschiedene Hautkrankheiten bedingen können. Vor allem der erste Herpes-simplex-Virus Typ (HSV-1) ist weltweit sehr verbreitet: über 80 Prozent aller Menschen sind von diesem Virus befallen.

Die hohe Verbreitungsrate kommt durch die relativ einfache Übertragung des Virus zu Stande. So verbreitet sich beispielsweise der Virustyp HSV-1 in Form von Tröpfchen- oder Schmierinfektionen, also beim Sprechen, Niesen, Husten oder beim Küssen, direkten Kontakt oder Gläserteilen. Schon Säuglinge können selbst in hygienischem Umfeld leicht angesteckt werden. HSV-2 hingegen überträgt sich über Kontakt der Schleimhäute. Eine Form ist hier zum Beispiel Stomatitis herpetica, wobei die Schleimhäute des Mundes befallen sind. Diese Krankheit ist auch unter dem umgangssprachlichen Begriff Mundfäule bekannt. Mit über 70 Prozent ist HSV-2 hauptsächlich für Herpes genitalis verantwortlich. Nur die restlichen 30 Prozent der Hepes-genitalis-Fälle werden durch HSV-1 ausgelöst. Letzteres ist meistens für Herpesformen im Gesichtsbereich verantwortlich. Neben Lippenherpes gibt es auch Fälle von Herpes an oder auf der Nase (Herpes simplex nasalis). Darüber hinaus kann auch Herpes am Auge vorkommen. Dabei kann die Bindehaut des Auges betroffen sein. In diesem Fall spricht der Mediziner von Keratoconjunctivis herpetica. In schlimmeren Fällen kann es sogar zum Befall der Augennetzhaut kommen. Bei diesem Hepes-simplex-reinitis besteht dann die Gefahr der Virenausbreitung über den Sehnerv bis zu Hirnbereichen. Solche Infektionen sollten möglichst vermieden werden, da sie in komplexe Krankheitsverläufe mit einer langwierigen Therapie münden können.

Andere Formen der Hautkrankheiten sind der Herpes im Gesichtsbereich oder an der Wange (Herpes simplex facialis oder buccalis) sowie Herpes am Gesäß oder direkt am Anus (Herpes simplex perianalis oder glutealis). In Sonderformen der Hautkrankheit können sich chronische Krankheiten wie eine Schuppenflechte, Ekzeme oder beim Morus Darier in Verbindung mit einer Infektion durch Herpesviren extrem verschlechtern und sehr große Areale der Hautoberfläche befallen. In den schlimmsten Fällen kommt es dann zu einer Teilweisen Körperlähmung, meistens im Gesichtsbereich in Form einer sogenannten Bell-Lähmung.

Fand eine erste Infektion statt, bleibt das Virus im menschlichen Körper und wartet dort auf seine Reaktivierung. Diese Infektion persistierender Art ist beim Betroffenen ein Leben lang latent vorhanden. So kann eine erneute Infektion prinzipiell jederzeit wieder ausbrechen, da die Erreger auf ihre Reaktivierung warten. Das heißt jedoch nicht, dass man ständig unter einem sichtbaren Herpes-Bläschen leidet. Nur gut jeder Dritte wird regelmäßig von Herpesausbrüchen heimgesucht. Meistens ist dies dann ein Lippenbläschen.

Fakten zu Herpes auf einen Blick:

Bild von Herpes - Illustriert
  • Die bekannte Hautkrankheit Herpes wird durch Viren hervorgerufen
  • Genauer gesagt handelt es sich um Herpes-Simplex-Viren, abgekürzt in der Medizin HSV genannt
  • Die Ausbreitung des Virus ist weltweit sehr groß
  • Über 80 Prozent der Bevölkerung tragen das Virus in sich, das sie nach einer erfolgten Infektion nicht mehr los werden
  • Nach der Infektion wartet das Herpesvirus in Nervenenden wie zum Beispiel am Mund auf einen erneuten Ausbruch
  • Ein Grund dafür ist häufig Stress oder seelische Belastung
  • Die Übertragung der Virus erfolgt sehr schnell und ist in Form von Schmier- und Tröpfcheninfektionen möglich
  • Meistens tritt Herpes in Form von Lippenherpes (Herpes labialis), als Herpes auf der Nase oder als Herpes genitalis auf
  • Herpes im Genitalbereich überträgt sich beispielsweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • Auch kommen Formen der Hepeserkrankung im Analbereich vor
  • In schlimmeren Fällen kann es zu Herpes am Auge kommen
  • Gefährliche Formen des Herpesvirus treffen Bereiche im Gesicht und können dort zur teilweisen Gesichtslähmung führen
  • Ein weiteres Risiko ist die Entzündung einiger Hirnareale durch das Virus
  • In höherem Alter kommt es bei einigen Betroffenen durch denselben Erreger zum Herpes Zoster, bekannt als Gürtelrose

Medizinische Begriffe für Herpes

Lateinischer BegriffArtBeschreibung
Stomatitis herpeticaKrankheitsbildSogenannte Mundfäule, genauer gesagt Herpes der Mundschleimhaut
Herpes simplex facialis oder buccalisKrankheitsbildDer Ausbruch eines Herpes im Bereich des Gesichts, beispielsweise im Wangenbereich
Keratoconjunctivitis herpeticaKrankheitsbildHerpes direkt auf der Bindehaut der Augen
Herpes simplex persianalis oder glutealis
KrankheitsbildEine Herpeserkrankung im Bereich des Anus
Herpes simplex nasalisKrankheitsbildHerpes an der Nase
Herpes simplex labialisKrakheitsbildDer charakteristische Lippenherpes

Schnellübersicht: Ursachen, Symptome und Behandlung von Herpes

Die wichtigsten Informationen zur Entstehung, Ursache, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Herpes haben wir hier für dich zusammengefasst.

Welche Ursachen führen zu Herpes?

Die Ursachen für die Entstehung von Herpes und der Infektion mit Herpesviren können vielfältig sein. Meistens verbreiten sich die Viren in Form von Tröpfcheninfektionen, also durch das Sprechen, Niesen oder Husten. Allerdings kann sich das Herpes-simplex-Virus auch als Schmierinfektion, also durch direkten Kontakt mit Gläsern, Besteck oder anderen Gegenständen, die ein Erkrankter benutzt hat, verbreiten. Kam es zu einer Infektion mit dem Virus, verbleibt es ein Leben lang im Körper bestehen und wartet dort auf seine Reaktivierung. Ein schwaches Immunsystem, Stress, psychische Belastung oder eine Erkrankung verhilft dem Herpes zu seiner Entstehung.

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An welchen Symptomen erkennst du Herpes?

Entsprechende Symtome sind für den Betroffenen oftmals nicht sofort zu erkennen, denn die Infektion mit Herpes-simplex-Viren lässt sich in zwei Phasen unterteilen. In der ersten Phase - der Ansteckung - kommt es häufig nicht zu einem charakteristischen und sichtbaren Ausbruch. Bricht der Herpes allerdings in Phase zwei - der Reaktivierung - aus, so kannst du Herpes an den charakteristischen Bläschen erkennen. Hierbei handelt sich um kleine entzündete und nässende Pusteln, die sich mit einer Flüssigkeit füllen. Spannungsgefühl und Juckreiz gehen oft gleichzeitig einher. Bei Herpes im Genitalbereich ist der Juckreiz am stärkste ausgeprägt und führt häufig zu Beschwerden beim Toilettengang.

Herpes und seine charakteristischen Bläschen.

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Wie kann Herpes diagnostiziert werden?

Die Diagnose von Herpes erfolgt üblicherweise durch die Erstellung eines klinischen Bildes. Hierunter fallen in der Praxis die Gesamtheit der Beschwerden und Symptome, die im Rahmen der Beschwerde beim Patienten auftreten. Ein Dermatologe wird diese analysieren und die genaue Art des Herpes diagnostizieren. Besonders wichtig ist die Bestimmung, um schwerwiegendere Krankheitsbilder auszuschließen.

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Wie kann Herpes behandelt werden?

In den allermeisten Fällen kann Herpes an jeder Körperstelle mit sogenannten Virostatika behandelt werden. Das sind Wirkstoffe, die die Verbreitung von Viren hemmen. Diese werden in Form von Ölen, Tabletten, Cremes oder Salben verabreicht. Eine Behandlung mit Antibiotika ist nur in sehr seltenen Fällen nötig, wenn es zu einer sogenannten Superinfektion kommt. Besonders wichtig bei der Behandlung von Herpes ist, dass damit frühzeitig begonnen wird. Denn umso früher Herpes behandelt wird, desto besser lässt er sich bekämpfen.

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Welche Medikamente und Produkte sind empfehlenswert?

Wir empfehlen zur Behandlung von Herpes und Lippenbläschen das HerpNatura Repair & Protect Pflegeöl, welches sich in allen Stadien des Herpes hervorragend eignet. Die Zusammensetzung übernimmt eine deutsche Apotheke und achtet auf sorgfältig auf einander abgestimmt Inhaltsstoffe natürliche Ursprungs. Somit werden sowieso schon beanspruchte Lippen schonend gepflegt und das äußerliche Erscheinungsbild störender Bläschen geht schnell zurück. Insbesondere mit vielen anderen Produkten im Vergleich, konnte uns dieses Öl am meistens überzeugen.

Kannst du der Entstehung von Herpes vorbeugen?

Ja, du kannst der Entstehung von Herpes vorbeugen. Zum einen hilft dir das HerpNatura Repair & Protect Pflegeöl dabei, auch bei infiziertem System dem Ausbruch vorzubeugen.

Zudem ist ein gesundes Immunsystem die beste Maßnahme, um Herpes-Viren in Schacht zu halten. Vermeide Stress, denn dieser ist besonders oft Auslöser von Herpes. So konnte Beispielsweise ein Experiment der FOCUS Gesundheit eindrücklich zeigen, wie bloßer Stress inaktivem Herpes zum Ausbruch verhilft:

Ausreichend Bewegung und eine gute Ernährung stärken deine Abwehrkräfte zusätzlich. Eine gute und schonende Hauthygiene - auch im Gesicht - ist immer von Vorteil, wenn Herpes-Viren bekämpft werden sollen. Sehr empfehlenswert sind spezielle Cleanser für das Gesicht, die mit Öl angereichert deine Haut sehr schonend vor Schmutz und Make-Up-Resten befreien. Wir können hier den Naturalium Natural Cleanser mit Olive sehr empfehlen.

 

Quellenangaben

  • Braun, Rüdiger; Kirchner, Holger; Munk, Klaus: Herpes-simplex-Virus. Biologie, Klinik, Diagnostik, Therapie, Fachliteratur, ISBN 3-17-009415-7, Verlag Kohlhammer, Stuttgart 1897
  • Sears; Roizman: Herpes-simplex-virus and their replication, Fachliteratur, veröffentlicht in: Fields Virology, Verlag Lipincott-Rave, 1996
  • Perfect; Bourne; Ebel; Rosenthal: Use of complementary and alternative medicine for the treatment of genital herpes, PDF-Publikation, veröffentlicht in: Pubmed.gov, 2005
  • Mertens; Haller; Klenk: Diagnostik und Therapie von Viruskrankheiten – Leitlinien der Gesellschaft für Virologie, Fachliteratur, ISBN 3-43-721971-5, München 2004
  • Berger, Joseph; Houff, Sidney: Neurological Complication of Herpes Simplex Virus Type 2 Infection, PDF-Publikation, veröffentlicht in: JAMA Neurology, Wissenschaftliches Abstract, 2008
  • Rouse; Kimberlin: Clinical practice. Genital herpes., Fachliteratur, veröffentlicht in: New England Journal of Medicine, Wissenschaftliches Abstract, 2004
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