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Herpes - Behandlung

Behandlung und Therapie

Behandlung von Herpes

Die Herpes-Behandlung erfolgt meistens unter dem Einsatz von Virostatika. Sie verhindern durch die enthaltenen Wirkstoffe die weitere Ausbreitung des Virus im Körper oder an der betroffenen Stelle. Gängige Virostatika sind unter anderem Aciclovir, Penciclovir, Tromantadin, Famciclovir, Ganciclovir, Valganciclovir oder Heparin. Mit Gels, Salben oder Tabletten, die einen der aufgeführten Stoffe beinhalten, lassen sich auch rezeptfrei gute Ergebnisse bei der Behandlung der Hautkrankheit erzielen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass auch das direkte Umfeld der betroffenen Stelle mitbehandelt werden sollte.
Wird nicht behandelt oder werden Herpes-Stellen aufgerissen, erhöht sich das Risiko einer sogenannten Superinfektion. Dabei kommt es nach der Herpes-Infektion zu einer zweiten Infektion beispielsweise mit Bakterien. Dann muss womöglich mit Antibiotika behandelt werden, damit die Bakterien und Viren absterben.
Darüber hinaus kommt es nicht zur schnelleren Heilung, wenn die Bläschen geöffnet werden. Es erhöht sich nur die Wahrscheinlichkeit der leichteren Ansteckung anderer durch die auslaufende Flüssigkeit.
In normalen Fällen heilt Herpes im Mund nach maximal 12 Tagen komplett ab und hinterlässt keine Narben auf dem Hautbild. Sollte sich der Heilungsprozess verzögern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem besonders gefährdete Personen wie schwangere Frauen oder Kinder sollten bei Komplikationen direkt einen Mediziner kontaktieren. Die gängigste Nebenwirkung der Medikamente, die gegen eine Herpesinfektion angewandt werden, kann eine Kontaktallergie der Hautoberfläche mit dem Mittel sein.
In diesem Fall beispielsweise eignet sich ein Pflaster zur Behandlung des Lippenherpes besser. Es wird auf die betroffene Hautstelle aufgebracht und kann mit den beinhalten Wirkstoffen optisch dezent das Herpes-Bläschen behandeln.
Nur in besonders schwierigen Fällen und beim komplizierten Krankheitsverkauf muss Herpes intravenös Behandelt werden. Meistens reicht es, die betroffenen Stellen zum Beispiel mit Wattestäbchen mit Salben oder Cremes zu betupfen, nicht die Stellen aufzukratzen, sich immer wieder die Hände zu waschen und direkten Hautkontakt zu anderen Personen für eine Zeit zu vermeiden. Benutzte Textilien sollten besser bei über 60 Grad gewaschen werden und Utensilien wie Gläser oder Besteck nicht geteilt werden.
Ähnlich wie Herpes im Gesichtsbereich kann auch Herpes genitalis behandelt werden: Schon zu Beginn der ersten Anzeichen sollten Virostatika in Form von Cremes oder Tabletten angewendet werden. Dadurch können frühzeitig die Symptome der Hautkrankheit gelindert werden.

Behandlung - auf einen Blick

  • Meistens wird Herpes an jeder Körperstelle mit Virostatika behandelt
  • Oft werden Wirkstoffe wie Aciclovir, Penciclovir oder Heparin verwendet
  • Diese werden in Form von Tabletten, Cremes oder Salben verabreicht
  • Wenn es zu einer Superinfektion durch Bakterien gekommen ist, muss womöglich mit Antibiotika behandelt werden
  • In normalen Fällen kann ein Lippenherpes gut mit Cremes, Salben oder Herpespflastern behandelt werden
  • Umso früher dabei Behandelt wird, umso besser und schneller ist die Behandlung von Herpes möglich
  • Hautkontakt zu Gesunden sollte vermieden werden, verwendete Utensilien abgewaschen werden und Textilien bei über 60 Grad gewaschen werden
  • Vor allem bei Schwangeren sollte es nicht zu einem Herpesausbruch kommen, da sich die Erkrankung des Herpes beim Baby schwerwiegend äußern kann

 

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. AnsteckungZuerst kommt es zu einer Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus beispielsweise durch eine Schmierinfektion
  2. AusbruchMeistens kommt es erst bei der zweiten Herpesinfektion zum Ausbruch einer sichtbaren Herpeserkrankung indem das im Körper ruhende Virus reaktiviert wird
  3. Bläschenbildung und EntzündungAn einer Stelle mit besonders vielen Nervenenden wie beispielsweise am Mundrand kommt es zur Entzündung in Form von Bläschenbildung
  4. HeilungsprozessNach maximal 12 Tagen sollten die sichtbaren, betroffenen Stellen rückstandslos abheilen

Hausmittel zur Heilung von Herpes

Die Verwendung von Hausmitteln zur Heilung einer Hepes-Erkrankung wird nicht in jedem Fall zur gewünschten Besserung des betroffenen Stelle führen. So kann es beispielsweise durch die Verwendung von Hausmitteln wie Zahnpasta oder schwarzen Pfeffer zur Verschlechterung der Hautstellen durch zusätzliche Reizung kommen. Bei anderen Mitteln wie Knoblauch, Honig, Aloe vera oder abgekochtem Wasser ist eine Heilwirkung nicht bestätigt. Rezeptfreie Medikamente mit virostatischen Wirkstoffen sollten deutlich schneller und zuverlässiger die gewünschte Besserung bringen.

Quellenangaben

  • Braun, Rüdiger; Kirchner, Holger; Munk, Klaus: Herpes-simplex-Virus. Biologie, Klinik, Diagnostik, Therapie, Fachliteratur, ISBN 3-17-009415-7, Verlag Kohlhammer, Stuttgart 1897
  • Sears; Roizman: Herpes-simplex-virus and their replication, Fachliteratur, veröffentlicht in: Fields Virology, Verlag Lipincott-Rave, 1996
  • Perfect; Bourne; Ebel; Rosenthal: Use of complementary and alternative medicine for the treatment of genital herpes, PDF-Publikation, veröffentlicht in: Pubmed.gov, 2005
  • Mertens; Haller; Klenk: Diagnostik und Therapie von Viruskrankheiten – Leitlinien der Gesellschaft für Virologie, Fachliteratur, ISBN 3-43-721971-5, München 2004
  • Berger, Joseph; Houff, Sidney: Neurological Complication of Herpes Simplex Virus Type 2 Infection, PDF-Publikation, veröffentlicht in: JAMA Neurology, Wissenschaftliches Abstract, 2008
  • Rouse; Kimberlin: Clinical practice. Genital herpes., Fachliteratur, veröffentlicht in: New England Journal of Medicine, Wissenschaftliches Abstract, 2004
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