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15. Juni 2014

Zahnpasta bei Lippenherpes - schlechte Idee!

Fast jeder litt schon einmal unter einem Lippenherpes. Nicht nur äußerlich ist der Herpes störend, oftmals kommt ein unangenehmer Juckreiz oder brennende Schmerzen hinzu. Schnell wird dann nach einem Mittel gesucht, welches das entstandene Bläschen austrocknet und so die Heilung der Stelle beschleunigt. Da ein passendes Arzneimittel gerade in diesem Moment nicht auf die schnelle greifbar ist, wird versucht, den lästigen Lippenherpes mit Hausmitteln zu beseitigen. Ein Klassiker ist hier Zahnpasta bei Lippenherpes. Dabei ist dies nur bedingt empfehlenswert...

Lippenherpes! - Wie bekommt man das überhaupt?

Herpes im Gesichtsbereich oder speziell am Mund, ist eine weit verbreitete Hautkrankheit. Dies liegt an der schnellen Verbreitung des Herpes-Simplex-Virus, welches zu den sichtbaren Hautentzündungen am Mund führt. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Wurde man mit dem Herpesvirus angesteckt, verbleibt das Virus ein Leben lang im Körper. An diversen Stellen im Körper, genauer gesagt an Nervenden, wartet es auf seine erneute Aktivierung. Meistens sind dafür Stress oder ein schwaches Immunsystem verantwortlich.
Nach dem ersten Kribbeln an der betroffenen Stelle entsteht schnell das ungeliebte, flüssigkeitsgefüllte Bläschen. Bei Unachtsamkeit, beispielsweise beim vorschnellen Öffnen der entzündeten Stellen, kann sich der Lippenherpes auch auf andere Gesichtsbereiche ausbreiten und so zu einem schwerwiegenderen Krankheitsverlauf führen. So ist darauf zu achten, dass die betroffene Stelle nicht stetig feucht bleibt, das sich so mehr Viren bilden können.

 

Wie Lippenherpes entsteht – Auf einen Blick

  • Leichte Ansteckung durch das Herpes-Simplex-Virus
  • Herpesvirus bleibt latent ein Leben lang im Körper
  • Erneute Aktivierung durch Stress oder schwaches Immunsystem
  • Flüssigkeitsansammlungen und Virenausbreitung an Nervenden
  • Mögliche Verschleppung auf weitere Hautstellen

 

Zahnpasta bei Lippenherpes - hilft es nun?

In erster Linie geht es um die Austrocknung der Lippenbläschen. Im Normalfall trocknet der Lippenherpes nach maximal zehn Tagen selbstständig aus und es bildet sich eine selbstablösende Krustenschicht. Erprobte Arzneimittel können den Heilungsprozess noch beschleunigen. Fast immer ist der Herpes dann rückstandslos verheilt.
Sollten jedoch unpassende Hausmittel eingesetzt werden, kann es leicht zur Reizung und somit zur Verschlimmerung der Hautentzündung kommen. Nimmt man beispielsweise das gängige Beispiel Zahnpasta bei Herpes, kann dieses Hausmittel sicherlich auf den ersten Blick einen guten Effekt auf den Lippenherpes ausüben. Schnell trocknet das feuchte Lippenbläschen unter einer Zahnpastaschicht ein.
Jedoch birgt der Einsatz von Zahnpasta gegen Herpes einige Probleme: So kann die Zahnpasta sehr hartnäckig eintrocknen und dann nur noch mit starker Reibung entfernt werden. Dabei können Teile des Lippenbläschen aufreißen. Problematisch ist dabei, das die somit geöffnete Wunde anfällig für Verunreinigungen ist und sich in dem nässenden Milieu wieder Viren vermehren können. Darüber hinaus besteht die Gefahr der zusätzlichen

Herpes an der Lippe

Herpes an der Lippe

Reizung der entzündeten Stelle durch aggressive Inhaltsstoffe in der Zahnpasta. Nicht selten sind Farbstoffe und Konservierungsstoffe beinhaltet, aber auch alkohol- oder säurebasierte Inhaltsstoffe. Auch starke Bleichmittel werden eingesetzt, um Zähne zusätzlich aufzuhellen. Natürlich eigenen sich all diese Stoffe nicht zum Einsatz gegen Hautentzündungen, sondern verschlimmern diese nur.
Auch andere Hausmittel eigenen sich nicht besonders gut, um Lippenherpes schneller zu entfernen.
Ein häufig eingesetztes Mittel ist auch Teebaumöl. Dieses eignet sich aber bestenfalls zum Einsatz bevor die sichtbaren Entzündungen entstanden sind. Andernfalls wir das entzündete Gewebe nur zusätzlich gereizt, kann dann zusätzlich gerötet sein und anschwellen.
Auch purer Alkohol sollte nicht direkt auf den Lippenherpes gegeben werden. Er reinigt zwar die betroffene Stelle gut von Viren, sorgt aber möglicherweise für zusätzliche Hautirritationen an dem Lippenherpes.
Wirksamer als mäßig wirksame Hausmittel wie Tee, Honig oder Melisse sind sicherlich bewährte, rezeptfreie Arzneimittel.
Gegen Herpes wird fast immer Virostatikum eingesetzt, es kommt häufig in Form von Cremes oder Salben vor, kann aber auch in schlimmeren Fällen in Tablettenform verabreicht werden.

 

Was hilft gegen Lippenherpes – Auf einen Blick

  • Lippenherpes muss austrocknen
  • Nach der Krustenbildung heilt er meistens Rückstandslos ab
  • Arzneimittel mit Virostatika wirken zuverlässig und schnell
  • Hausmittel können einen negativen Effekt haben
  • Zahnpasta trocknet fest, es können Risse am Herpes durch die Entfernung der Paste entstehen
  • Zahnpasta gegen Herpes beinhaltet zu viele reizende Inhaltsstoffe
  • Schwellungen und offene Wunden sind anfällig für die Entstehung von neuen Viren und Verunreinigungen
  • Alkohol desinfiziert gut, kann aber auch starke Irritationen hervorrufen
  • Besser sollten bewährte, rezeptfreie Arzneimittel eingesetzt werden
  • Schnelle und problemlose Wirkungsweise
  • Unterstützung des natürlichen Heilungsprozesses

 

Hilfe bei Lippenherpes? - ZOVIRAX Lippenherpes Creme!

Ein sehr schnell wirkendes Mittel gegen Herpes, speziell am Mund, ist die Zovirax Lippenherpes Creme. Sie ist nicht nur gut erprobt, sondern wirkt auch sehr schnell, wie mehrere Studien belegen. Während die Wirkungsweise von diversen Hausmitteln fragwürdig ist, können chronisch Betroffene von erfolgreichen Behandlungen mit Zovirax berichten. Erneuten Ausbrüchen wird vorgebeugt und entstandene Lippenbläschen zuverlässig ausgetrocknet.

zusätzliche Informationen

Weitere Informationen über Herpes.

  • zahnpasta-gegen-lippenherpes.jpg, by Thegreenj, Wikimedia
  • herpes-an-der-lippe.jpg, by Metju12, Wikipedia
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