Hautverträglichkeit bei Klamotten – Was du wissen solltest.

Hautverträglichkeit bei Klamotten

Unsere Haut reagiert je nach Typ und Person unterschiedlich stark auf die Umgebung. Äußere Einflüsse der Umwelt wie die Sonne oder Giftstoffe können die Haut stark belasten. Aber auch Textilien unserer Kleidung können sich auf unsere Haut negativ auswirken! Immer mehr Menschen klagen über Unverträglichkeiten gegenüber Textilien. Wie man unverträgliche Stoffe in Klamotten aufspürt und worauf zu achten ist, wenn man besonders schnell allergisch reagiert, zeigen wir in unsere Übersicht.

Die Ursachen der Hautunverträglichkeit durch Klamotten

Mittlerweile leiden bis zu zwei Prozent der Bevölkerung an Kontaktallergien im Zusammenhang mit Kleidung.
Die hauptsächlichen Ursachen für Unverträglichkeiten sind die Inhaltsstoffe, die zur Behandlung natürlicher Textilien eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um verschiedene Chemikalien, die zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden: Durch die sogenannte Ausrüstung der Textilien werden sie langlebiger, behandlungsleichter und farbig. Es gibt hunderte Stoffe zur Textilfärbung und unzählige Präparate, wie Weichmacher, Beschichtungen, Bügelfrei, die unsere Haut unangenehm reizen können.
Vor allem sind es Färbemittel, die bei einigen von uns Hautprobleme auslösen. Wenn sie über lange Zeit direkten Kontakt mit unserer Haut haben oder besonders eng anliegen, gehen die schädlichen Farbstoffe auf die Epidermis über. So wird die Haut geschwächt oder die Reizung noch beschleunigt. Besonders Frauen, die häufig enganliegende Kleidung von Hautunverträglichkeiten gegenüber Kleidung betroffen.

Ein wichtiger Fakt in diesem Zusammenhang: Besonders günstige Kleidung, vor allem die 90% Importware der Textilien, beinhalten Farbstoffe, die nicht immer in Deutschland zugelassen sind und besonders schlecht für unsere Haut sind. Ein Beispiel hier sind gelbe, blaue und rote Farbstoffe Anthrachinon und Azothrachinon, die zusammengesetzt Eingesetzt werden, um Textilien schwarz zu färben. In günstigen Klamotten sind die Chemikalienrückstände besonders hoch und somit die Gefahr der Hautreizung höher.
Auch durch Zusatzstoffe wie Harze, Antimikrobiotika, Bleich- oder Weichmittel, kann es zu Hautprobleme kommen. Diese Chemikalien werden meisten dafür eingesetzt, dass die Kleidung weniger Falten wirft und ausdauernder wird. Auch wird so die Kleidung gegen das Bügeln imprägniert.

Letztlich können Zusatzstoffe wie Polyester, Nylon oder Acryl ausschlaggebend sein, dass es zu Hautunverträglichkeiten kommt. Schließlich werden diese chemisch erzeugt.
Nur sehr selten vertragen menschen die Textilfasern der Kleidung nicht. Meisten sind es die chemischen Zusätze wie Farbstoffe, die Probleme auf der Haut auslösen. Nicht zu vernachlässigen ist, dass auch Applikationen aus Nickel bei Menschen mit Nickelunverträglichkeiten die Haut reizen können oder durch Reibung durch Knöpfe oder Etikettzettel die Haut verletzen könnten.

Hautunverträglichkeit – Ursachen:


  • Inhaltsstoffe zur Behandlung natürlicher Textilien
  • chemische Rückstände in günstiger Kleidung
  • enganliegende Kleidung
  • Farbstoffe
  • chemische Zusatzstoffe zur Verstärkung der Textilien
  • chemisch Erzeugte Zusätze wie Polyester, Nylon oder Acryl
  • Applikationen aus Nickel


Anzeichen einer Hautunverträglichkeit durch Klamotten


Bei der Unverträglichkeit von Kleidungsstücken auf der eigenen Haut kommt es wie bei beinahe anderer Kontaktallergie vor allem zum typischen Jucken. Zusätzlich kann es sein, dass die betroffenen Stellen rötlich erscheinen. In schlimmeren Fällen können die Flecken dann zu stellenweisen Ekzemen werden.
Auf Dauer wird die Haut so geschwächt und anfälliger für weitere Erkrankungen oder Verletzungen. So kann dauerhaft die Epidermis geschädigt werden oder bei kleinen Verletzungen Bakterien, Pilze oder Viren den Weg unter die oberste Hautebne finden.


Hautunverträglichkeit – Anzeichen:


  • Starker Juckreiz
  • rote Flecken oder erhabene Ekzeme
  • Schwächung der Epidermis
  • Anfälligkeit für Verletzungen und weitere Hautkrankheiten


Abhilfe bei Hautunverträglichkeit auf Klamotten


In erster Linie ist allseits bekannt, dass günstige Klamotten öfters chemische Rückstände von Farbstoffen oder anderen Mitteln aufweisen. Daher sollte auf die Qualität der Kleidung geachtet werden, wenn man besonders anfällig für Kontaktallergien ist. Alternativ sollte man in jedem Fall neue Kleidung und Unterwäsche zwei oder drei mal Waschen bevor diese getragen wird. Dies gilt übrigens auch für Bettwäsche und Handtücher.

Kritisch ist vor allem Kleidung, die schon auf dem Etikett aufweist, dass sie zu weiten Teilen aus künstlichen Anteilen besteht, extra zur chemischen Reinigung gebracht werden muss oder besonders stark abfärben kann. Davon sollte vorsichtshalber Abstand genommen werden und auf zertifizierte Kleidung mit nachvollziehbarer Herstellung ausgewichen werden. Umso weniger die Textilien behandelt wurden, desto weniger chemische Rückstände können die Haut reizen. Auch sogenannte bügelfreie oder wascharme Kleidung kann für die Haut stark belastend sein.
Nickelallergiker sollten auf Knöpfe und andere Applikationen auf der Kleidung achten und diese natürlich meiden.

Eine Faustregel für Allergiker könnte auch der Fakt sein, dass dunkle also zum Bespiel schwarze Kleidung besonders stark chemisch belastet ist. Natürlicher Jeansstoff oder blaue Hosen werden erfahrungsgemäß von Allergikern besser vertragen. Auch ist natürliche Baumwolle für anfällige Menschen empfehlenswert. Seide oder Wolle kann je nach Herstellung und Ursprung auch schon vorbelastet in den Verarbeitungskreislauf der Kleidung geraten. Hier ist auf Zertifikate zu achten.


Hautunverträglichkeit – Abhilfe:


  • Qualität der Kleidung sorgfältig wählen
  • Zertifizierte Kleidung
  • neue Klamotten, Bettwäsche und Handtücher zwei bis drei mal vor dem ersten Tragen waschen
  • Kleidung ohne Kunststoffanteil kaufen
  • keine Klamotten kaufen, die extra zur chemischen Reinigung müssen
  • ggf. auf Knöpfe und Applikationen aus Nickel achten
  • dunkle und schwarze Kleidung wegen hohen Anteil an Farbstoffen meiden
  • natürliche Baumwolle

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