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27. Juni 2016

Neurodermitis und Schuppenflechte: Zwei Erkrankungen mit oft ähnlicher Symptomatik (gesponserter Beitrag)

Was ist Neurodermitis, was ist Schuppenflechte?
Die Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) und die Schuppenflechte (Psoriasis) sind nicht ansteckende, entzündliche Hauterkrankungen, die sich oft mit Rötungen und Flecken zeigen. Die Neurodermitis tritt oft in Verbindung mit einer Allergie auf. Sie hat eine ausgeprägte psychische Komponente und gilt als unheilbar. Für die Betroffenen stehen die Austrocknung der Haut und besonders der Juckreiz im Vordergrund, der durch Kratzen zu weiteren Hautschäden führen kann.

Die Psoriasis ist daher oft schmerzfrei und verläuft deshalb manchmal lange Zeit fast unbemerkt ("diskreter Verlauf"). Patienten leiden vor allem unter den negativen Reaktionen der Umwelt auf die schuppigen Hautstellen, die zu sozialer Isolation führen können.

Symptome und Verlaufsformen:

Bei NEURODERMITIS verliert die Haut ihre natürliche Barrierefunktion, wird empfindlich, gerötet und trocknet aus. Sie reagiert verstärkt auf äußere Reize wie scheuernde Kleidung, Schwitzen oder Kosmetika und wird durch allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten zusätzlich verstärkt. Es bilden sich trockene und stark juckende Hautgebiete; die Patienten finden sich in einem Teufelskreis aus Provokationsfaktoren, die zu juckendem Ausschlag führen, der durch Kratzen die Hautirritation verstärkt und zu weiterem Juckreiz und Komplikationen führt. Durch Hautläsionen kann es zu Sekundärinfektionen mit Staphylococcus-Bakterien oder Pilzen kommen.
Je nach Lebensalter und Verlaufsform sind verschiedene Symptome und Ausprägungen möglich:

  • bei Säuglingen der typische Milchschorf, der sich vom Kopf aus weiter ausbreiten kann
  • in der akuten Entstehungsphase gerötete und geschwollene Haut, die nässt und Krusten
    bildet (oft an den Streckseiten der Extremitäten)
  • später trockene und rissige Hautareale an den Beugeseiten von Armen und Beinen, am
    seitlichen Nacken, Gesicht, den Händen und Gelenkbeugen. Diese Bereiche sind meist auch
    bei Erwachsenen betroffen
  • bei Jugendlichen oft vergröberte und trockene Haut um die Augenlider, das Gesicht (Stirn
    und Hals), der Handrücken sowie die großen Gelenkbeugen.
    Häufig führen optische Veränderungen der Haut und belastende Symptome wie Juckreiz und Schlafmangel zu psychischem Stress, der das Krankheitsgeschehen negativ beeinflusst. Andererseits endet die Erkrankung oft ohne erkennbaren Grund.



PSORIASIS ist eine Systemerkrankung, die auch Gelenke, Weichteile, Blutgefäße und das Herz betrifft und die Entstehung von Schlaganfällen und von Diabetes begünstigen kann. Das Leitsymptom sind gerötete, punktförmige bis handtellergroße Hautareale an den Ellenbogen, Knien oder der Kopfhaut, seltener auch am Anus. Diese Hautareale schuppen sich heftig, sind inselförmig und deutlich begrenzt. Starker Juckreiz kann auftreten, ist aber nicht so zentral wie bei der Neurodermitis. Weiterhin kann es zu Veränderungen an den Nägeln ("Grübchenbildung" ein frühes Symptom) sowie zu inselförmigem Haarausfall durch eine Schädigung der Haarfollikel kommen.

Der Verlauf der Erkrankung ist individuell sehr unterschiedlich und etwa 25 Prozent der Betroffenen erleben nur einen Schub. Typisch ist dagegen das Wechseln von Phasen mit unterschiedlich starker beziehungsweise fehlender Aktivität. Ein Ausbruch im Kindesalter ist im Gegensatz zur Neurodermitis sehr selten, meist liegt der Beginn zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, gelegentlich auch in der Pubertät.
Die Hautveränderungen zeigen sich häufig an mechanisch beanspruchten Körperstellen, an denen die Haut oft gedehnt wird. Dort erfolgt eine verstärkte Verhornung durch vorzeitige und verstärkte Erneuerung der obersten Hautschicht. Durch den Überschuss neuer Hautzellen schuppt sich die alte Haut übermäßig ab und bildet dabei silbrig glänzende oder wachsartige Beläge auf den betroffenen Arealen, deren charakteristische Rötung auf der starken Durchblutung durch die erhöhte Zellaktivität beruht. Infektionen sind eine mögliche Komplikation. Auch wenn die Erkrankung nicht immer mit Schmerzen oder Juckreiz einhergeht, stellen die oft großflächigen Hautflecken eine immense Belastung dar, die zu einer starken psychischen Belastung der Betroffenen führen kann; dieser Aspekt rückt erst langsam ins Bewusstsein von Ärzten und Angehörigen.

Ursachen:

Bei beiden Erkrankungen geht man von einem komplizierten Zusammenspiel zahlreicher Faktoren aus.

Neurodermitis: Bei dieser atopischen Erkrankung, die jedoch nicht auf den Begriff "Allergie" verengt werden sollte, spielen genetische, Umwelt- und immunologische Ereignisse eine Rolle. Neben der vermuteten genetischen Disposition muss es zu Beginn zu einer Hautverletzung (Durchbrechen der Barriere) kommen, die eine Immunreaktion auslöst. Bei Kleinkindern wird auch eine Autoimmunreaktion als Auslöser diskutiert. Kommt es in der Folge zu einer Sekundärinfektion, so wird die Reaktion des Immunsystems weiter verstärkt und die Symptome können sich verschlimmern. Nun reagiert die Haut der Betroffenen überschießend auf eine Reihe möglicher Provokationsfaktoren (Reize, Allergien, UV-Licht, Stress oder Mikroorganismen).

Psoriasis: Zur erblichen Disposition kommt eine Fehlfunktion des Immunsystems hinzu; als Auslöser gelten starke körperliche oder psychische Belastungen oder hormonelle Umwälzungen wie Schwangerschaft oder Pubertät. Auch Hautreize wie Reibung und Sonnenbrand sowie bestimmte Medikamente und Kosmetika können die Krankheit oder einen Schub auslösen. Übergewicht, Stress und Alkoholmissbrauch wirken sich ebenfalls negativ aus.

Therapieformen:

Bei der Neurodermitis stehen die Hautpflege mit Spezialprodukten zum Erhalt der natürlichen Barrierefunktion, die Vermeidung von Triggerfaktoren und die Behandlung von Allergien und Infektionen im Vordergrund. Dazu kommen unter Umständen Licht- oder Vitamintherapie, systemische Antihistaminikagaben sowie eine Fülle alternativer Ergänzungsmaßnahmen.
Die Psoriasistherapie umfasst neben der äußeren Anwendung verschiedener Salbenpräparate die psychomentale Verbesserung der Patientensituation (Stressabbau) sowie ein breites Spektrum an Bade- und Lichtbehandlungen, Medikamenten und alternativmedizinischer Verfahren.

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