Behandlung und Therapie

Behandlung von Hautentzüdnungen

Hautentzündungen werden meistens lokal und von außen behandelt. Dazu eignen sich Cremes, Salben oder spezielle Mixturen, die direkt auf die Entzündung gegeben werden. Hilfreich ist oftmals auch die Anwendung von Verbänden oder feuchten Tüchern. Zusätzlich können entsprechend Bäder genommen werden, damit die betroffenen Stellen abheilen. Hierbei gibt es medizinisch empfohlene Wasserzusätze, die sich besonders für die Heilung von Hautentzündungen eigenen und Erreger gezielt eindämmen und die Ausbreitung verhindern.
In jedem Fall sollten die betroffenen Stellen jedoch ausreichend desinfiziert werden, damit sich die Entzündung nicht ausbreiten, sondern zurückbilden kann. Auch zu empfehlen ist die Lufttrocknung der Stellen. Elementar beim Heilungsprozess ist die Wahl der Kleidung. Auf keinen Fall sollte enge Kleidung getragen werden. Sind die Füße von Hautentzündungen wie Haut- oder Nagelpilz betroffen, sollten weite Schuhe gewählt werden.
Einige Hautentzündungen bedürfen jedoch einer Behandlung durch Medikamente, die durch die Einnahme von Innen heraus wirken. Meistens sind diese Medikamente verschreibungspflichtig und erfordern somit den Besuch eines Arztes.
Bei bakteriellen Hutentzündungen werden Antibiotika eingenommen, ist es zu einer Entzündung durch Pilze gekommen, werden vom Arzt sogenannte Antimykotika verschrieben. Gegen ein stark ausgeprägtes Jucken kann ein Antihistaminikum angewendet werden.
Bei besonders schweren Hautentzündungen kann mit sogenannten Glukokortikoiden vorgegangen werden. Speziell bei den Krankheitsbildern der Akne oder Rosazea ist eine Behandlung mit Retinoiden gängig.
In vielen Fällen wird versucht werden den bakteriellen Eiter in einer Hautentzündung wie beispielsweise beim Abszess oder Furunkel zu entfernen. Dafür müssen die betroffenen Stellen jedoch vorher mit einer Zugsalbe zur Reifung gebracht werden. Erst dann können Entzündungen operativ geöffnet werden.
In harmloseren Fällen von Hautentzündungen wird aber eine hydrocortisonhaltige Salbe oder Creme reichen, um erste Symptome einzudämmen und weitere Schritte im Vorgehen gegen die Hautentzündung zu erleichtern.

Behandlung – auf einen Blick

  • Hautentzündungen werden meistens äußerlich behandelt
  • Dazu eigenen sich Cremes, Salben oder Gels, die hydrocortison beinhalten
  • Bäder können den Heilungsprozess beschleunigen
  • Desinfizierung und Trocknung an der Luft hilft bei Hautentzündungen
  • Weite Schuhe und Kleidung sollte bei Wunden Hautstellen bevorzugt werden
  • Einige Hautentzündungen benötigen die Behandlung durch Medikamente, die von Innen wirken
  • Bei Pilzinfektionen helfen hier Antimykotika, bakterielle Hautentzündungen werden mit Hilfe von Antibiotika behandelt
  • Krankheitsbilder wie Abszess oder Furunkel müssen im schwerwiegenden Fall chirurgisch entfernt werden

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. UrsacheAufgrund verschiedener innerer und äußerer Einflüsse kommt es zur Reizung der Hautoberfläche. Dies können Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze sein, aber auch wechselnde und extreme klimatische Bedingungen oder Verletzungen sein.
  2. ReaktionDie betroffnen Stellen werden stark durchblutet, so kommt es zur Rötung, Schwellung der betroffenen Stelle.
  3. Körper bekämpftWeiße Blutkörperchen sammeln sich an der Hautentzündung, um die Fremderreger zu beseitigen.
  4. Körper reagiertFlüssigkeit kann sich ansammeln und zu Schmerzen an der befallenen Stelle führen.
  5. Eiter entstehtEiter kann bei der Umwandlung der Fremdkörper zu Abfallstoffen durch die wirkenden Antikörper entstehen.

Hausmittel zur Heilung von Hautentzündungen

Einige Hausmittel können angewendet werden, um die Symptome einer Hautentzündung zu mildern.
Eine erste Möglichkeit ist das Kamillenbad. Die Kamille hat die besondere Fähigkeit, die Haut zu trocknen. Sie eignet sich daher bei einigen Hautentzündungen sehr gut. Auch beruhigt sie das Jucken und die entstehenden Ekzeme wohltuend. Jedoch sollten Patienten mit einer von Natur aus sehr trockenen Haut aufpassen.
Ein weiteres Mittel gegen Entzündungen auf der Haut wäre Kleie. Auch dieses Naturprodukt kann als Bad angewendet werden. Dadurch wird die Haut geschützt und möglicher Schmerz effektiv gelindert.
Wickel können im Haushalt durch den Einsatz von Quark zur Bekämpfung von Entzündungen verbessert werden. Der Quark kühlt die entzündeten Stelle sehr gut, entzieht ihnen direkt Wärme. Dafür muss nur eine zentimeterdicke Schicht auf ein Tuch gestrichen werden. Wichtig ist natürlich, dass der Quark dabei vorher selbst kühl gelagert wurde.

zusätzliche Informationen über Hautentzüdungen

TEILENInformationenQuellenBildquellen
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  • Fabian, Anne-Katrin: Der Brockhaus Gesundheit: Krankheiten erkennen, verstehen und heilen, Fachliteratur, ISBN 3-76-531576-1, Verlag Brockhaus, Berlin 2004
  • Janeway; Travers; Walport; u.a.: Immunbiology: The Immune System in Health and Disease, Fachliteratur, ISBN 0-44-307310-4, Verlag Urban und Fischer, München 2004
  • Schmiedel, Volker; Augustin, Matthias: Das große Praxisbuch der Naturheilkunde, Fachliteratur, ISBN 3-81-122343-7, Verlag Gondrom, Bindlach 2004
  • Rassner, Gernot; Steinert, Ursula; Schlagenhauff, Bettina: Dermatologie. Lehrbuch und Atlas, Fachliteratur, ISBN 3-43-742760-1, Verlag Urban und Fischer, München 2007
  • Tietz, Hans-Jürgen; Antimykotika von A-Z: Therapie der Mykosen von der Ambulanz bis zur Intensivmedizin, Fachliteratur, ISBN 3-94-040732-1, Verlag Ligatur, Stuttgart 2011
  • Braun, Rüdiger; Kirchner, Holger; Munk, Klaus: Herpes-simplex-Virus. Biologie, Klinik, Diagnostik, Therapie, Fachliteratur, ISBN 3-17-009415-7, Verlag Kohlhammer, Stuttgart 1897