Behandlung und Therapie

Behandlung von Fußpilz

Die Behandlung von Fußpilz sollte in jedem Fall auf das individuelle Ausmaß der Erkrankung angepasst werden. Grundsätzlich ist klar, dass der früh erkannte Fußpilz leichter zu beseitigen ist. Oftmals muss schrittweise vorgegangen werden. Zuerst sollten mögliche vorliegende entzündete Hautstellen kuriert werden. Dabei können Bäder helfen, bei nässenden Stellen ist die Anwendung von Puder zum Trocknen empfehlenswert. Im nächsten Schritt sollten dann Mittel zur Bekämpfung des Pilzes eingesetzt werden. Dabei ist zwischen fungistatische und fungizide Antimykotika zu unterscheiden: Erstere dämmen den Pilzbefall ein und schränken so seine Funktion und Ausbreitung stark ein. In den meisten punktuellen Erkrankungen reicht diese leichter verträgliche Form aus. In schwerwiegenderen Fällen muss mit einem fungiziden Antimykotikum behandelt werden. Erst dadurch wird der Pilz von innen her angegriffen und abgetötet. Schließlich erweisen sich viele Pilze als langlebig und hartnäckig. So wird es selten unter der durchschnittlichen Behandlungsdauer von drei bis vier Wochen beim Fußpilz bleiben. In jedem Fall muss das Wachstum des Pilzes unterbunden werden oder der Pilz direkt abgetötet werden, damit eine kurze Dauer der Behandlung erreicht wird. Beide Arten des Antimykotikum werden in der Praxis als Fußpilz Creme, Puder, Salbe oder Spray vertrieben. Zwar kann unbehandelter Fusspilz bei einem ansonsten gesunden Organismus auch nach einiger Zeit von alleine Verschwinden, doch kann es bei einer chronischen Fußpilzerkrankung zu regelmäßigen Wiederauftreten der Hautkrankheit kommen. Betroffenen mit strak schwitzenden Füßen sei das Trocknen der Füße mit Puder oder speziellen Gels empfohlen. Patienten mit sehr trockenem Hautbild sollten hingegen Fußpilz Cremes oder Lotionen verwenden. Die Produkte beinhalten meistens ähnliche Wirkstoffe. Dabei sind vor allem Bifonazol, Miconazol, Clotrimazol, Itraconazol und Terbinafin häufig anzutreffen. Bifonazol, Clotrimazol und Terbinafin behindern das Wachstum des Pilzes, indem deren dafür benötigte Enzyme gehemmt werden. So kann besonders der Entzündung und dem Juckreiz schnell entgegengewirkt werden. Kann die Pilzart nicht direkt diagnostiziert werden, sollten Antimykotika eingesetzt werden, die im Breitspektrum wirken. Dadurch können mehrere Pilzarten auf einmal angegriffen werden. In schlimmeren Fällen reicht die Anwendung äußerer Mittel nicht aus und es müssen spezielle Medikamente eingenommen werden. Bei schwererem Befall und großflächigem Befall muss häufig eine systemische Behandlung angewendet werden. Dabei sollte auch ein Arzt aufgesucht werden. Nur so kann der Pilz von innen bekämpft werden. Während der Bekämpfung des Fußpilzes sollten die betroffenen Flächen, beispielsweise die Zehenzwischenräume trocken gehalten werden. Dabei können textile Verbände helfen. Darüber hinaus sollte auf eine gute Fußhygiene geachtet werden. atmungsaktive Schuhe und Strümpfe helfen dabei. Letztere sollten vor allem aus Baumwolle gefertigt sein. Dazu sollten Socken häufig gewechselt werden und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Dann sterben die letzten Pilzsporenreste ab. Tritt Fußpilz während der Schwangerschaft auf, sollte vor der Anwendung von besonders starken Medikamenten in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Behandlung – auf einen Blick

  • Die Behandlung des Fußpilzes sollte individuell angepasst sein
  • In jedem Fall muss schrittweise vorgegangen werden
  • Zuerst sollen die entzündeten Hautstellen behandelt und getrocknet werden
  • Um den Fußpilz direkt zu bekämpfen wird zwischen fugistatischen Mitteln und fungizider Medizin unterschieden
  • Erstere verhindert die Ausbreitung des Pilzes, letztere tötet ihn gezielt ab
  • Beide Formen sind geläufig als Antimykotika in Form von Salben, Cremes oder Sprays erhältlich
  • Die Behandlung von Fußpilz wird selten die Dauer von drei Wochen unterschreiten, daher ist eine Ausdauer der Patienten unbedingt notwendig
  • Nur in sehr komplizierten Fällen müssen Medikamente eingenommen werden um den Pilz systemisch zu bekämpfen
  • Das tragen von atmungsaktiven Schuhen und Strümpfen hilft
  • Textilien sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, damit letzte Reste des Pilzes absterben

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. UrsacheDurch ein geschwächtes Immunsystem können Pilze die Haut am Fuß leichter befallen.
  2. EindringenDer Pilz dringt mit seinen Zellfäden, den so genannten Hyphen, in die Oberhaut ein.
  3. Wachstum und EntwicklungEr wächst von außen in die Haut hinein und nistet sich dann in den tieferen Hautschichten ein.
  4. VermehrungDort vermehrt sich der Pilz.
  5. AusbreitungDie Haut erneuert sich, betroffene Hautzellen gelangen wieder an die Hautoberfläche und der Pilz breitet sich auf der Oberfläche aus.
  6. Fußpilz entstehtDie Infektion kann sich über den Fuß ausbreiten und auch den Nagel befallen. Es entsteht Fußpilz.

Hausmittel zur Heilung von Fußpilz

Fußpilz kann in leichten Fällen erfolgreich mit Hausmitteln behandelt werden. Dabei kann beispielsweise Lavendelöl zum Einsatz kommen. Kleinere Mengen können bereits Pilzkulturen absterben lassen. Es wirkt bei Fadenpilzen und auch Hefepilzen. Eine kleine Dosis sollte auf die betroffenen Stelle gegeben werden, für einen positiven Effekt braucht es einige Tage. Weitverbreitet ist auch der Einsatz von Teebaumöl bei Fußpilz. Auch dieses Tötet Pilzsporen an der Hautoberfläche ab. Ein weiteres Mittel gegen Fußpilz ist Grapefruitextrakt. Dadurch werden viele feindliche Pilze und Bakterien abgetötet ohne die körpereigenen Organismen zu beeinträchtigen. In einigen Fällen, vor allem bei stark schwitzenden Füßen kann ein anderes Mittel helfen: Backpulver trocknet die betroffenen Stellen gut und lässt die Entstehung von Feuchtigkeit nicht zu. Es sollte darauf geachtet werden, dass es sich jedoch um aluminiumfreies Backpulver handelt, andernfalls kann es zu Unverträglichkeiten auf der Haut kommen.

zusätzliche Informationen über Fußpilz

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  • Abeck; Brasch; Cornely; u.a.: Tinea der freien Haut, PDF-Publikation, Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft, veröffentlicht in: AWMF online, 2008
  • Tietz, Hans-Jürgen; Antimykotika von A-Z: Therapie der Mykosen von der Ambulanz bis zur Intensivmedizin, Fachliteratur, ISBN 3-94-040732-1, Verlag Ligatur, Stuttgart 2011
  • Gupta; Chow; Daniel; Aly: Treatments of tinea pedis, PDF-Publikation, veröffentlicht in: Pubmed.gov, 2003
  • Rost, Jutta: Die Candida-Mykose – eine Pilzerkrankung mit Antimykotika, biologische Therapie, Hinweise zur Therapie und Ernährung, Fachliteratur, Verlag Thieme, Stuttgart 1994
  • Exel, Wolfgang; Gschait, Fritz; Das große Buch über die gesunde Haut, Fachliteratur, Verlag Kremayr und Schierau, Wien 1997
  • Heideklang, Christiane: Mykosen, Fachliteratur, ISBN 3-42-676111-4,Verlag Droemer Knaur, München 1995