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Nagelbettentzündung - Vorbeugung

Vorbeugen gegen Nagelbettentzündungen

Um einer Nagelbettentzündung effektiv vorzubeugen, sollten vor allem Betroffene mit einer sehr trockenen Haut zu verträglichen Salben oder Cremes greifen. Durch die so gewonnene Feuchtigkeit kann Rissen und Wundstellen in der Haut oder am Nagel vorgebeugt werden. Mehrmals täglich sollte dabei eine fettbeinhaltende Salbe auf potentiell gefährdete Stellen an Zehen oder Fingern aufgebracht werden.

Darüber hinaus kann in vielen Fällen die richtige Wahl des Schuhs beim vermeiden einer Nagelbettentzündung am Zeh helfen. Durch ausreichend große und weite Schuhe kann eine Belastung durch Druck und somit ein möglicher eingewachsener Zehnnagel gar nicht erst entstehen.
Wichtig ist außerdem die regelmäßige, aber nicht übertriebene Fuß- und Handpflege: Zehn- beziehungsweise Fingernägel sollten geschnitten werden, da sie sonst einwachsen oder abbrechen können. Dadurch entstehen dann im nach hinein Wundstellen, über welche Erreger in die Haut eindringen können. Dennoch sollten auch mögliche Verletzungen beim Schneiden der Nägel vermieden werden. Die Nagelhaut sollte mit einem speziellen Schieber leicht nach hinten geschoben werden und nicht mit einer Schere radikal entfernt werden. Fuß- oder Handbäder können die Hautpflege an den angesprochenen Bereichen erleichtern.
Vor allem bei einer Nagelbettentzündung sollten der betroffene Nagel nicht zusätzlich durch Nagelpflege gereizt werden. Wichtig ist eine trockene, aber nicht zu trockene Haltung der befallenen Stelle. Dies kann durch natürliche, fettende Cremes oder Salben erreicht werden.

Menschen, die chronisch an Nagelbettentzündungen leiden, sollten regelmäßig eine Fuß- oder Handpflege aufsuchen, da nur so an den mittlerweile gegebenenfalls gefühlsschwachen Zehen oder Fingern, selbstständig ein richtiges Nägelschneiden nicht mehr möglich ist.
Auch gesunde Menschen sollten Kontakt mit starken chemischen Mitteln vermeiden und daher bei der Arbeit im Garten oder im Haushalt Handschuhe tragen.
Häufige Temperaturschwankungen können ebenfalls Ausbrüche von Nagelbettentzündungen begünstigen. Daher sollten Füße und Hände nicht übermäßiger Hitze oder Kälte ausgesetzt werden.

Besonders strapazierte Haut an Zehen oder Fingern kann mit Salben oder Cremes, die rückfettend wirken, eingerieben werden.
Durch Sport und gesunde Ernährung wird nicht nur ein gutes Immunsystem geschaffen, es wird auch eine bessere Durchblutung des Hautgewebes erreicht. Dadurch können Entzündungen der Haut besser abgewehrt oder verkraftet werden.
Ist eine Nagelbettentzündung aufgetreten, sollte möglichst schnell mit dem passenden Wirkstoffen in einer Creme oder Salbe behandelt werden. Ist der Ausbruch äußerlich sehr schwer, muss zur Vorbeugung gegen einen größeren Befall dringen der Arzt aufgesucht werden.

Vorbeugung - auf einen Blick

  • Trockene Haut sollte regelmäßig eingecremt werden, damit Risse oder Wundstellen nicht entstehen können
  • Die Wahl des richtigen, bequemen und nicht zu engen Schuhs hilft bei der Vorbeugung einer Nagelbettentzündung am Zeh
  • Ausreichend häufig sollten Zehn- und Fußnägel geschnitten werden, da sonst Einwachsungen und Brüche des Nagels drohen
  • Jedoch sollten Nägel nie zu oft oder zu kurz geschnitten werden
  • Übertriebene Mani- beziehungsweise Pediküre kann Entzündungen am Nagelbett erleichtern
  • Starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden
  • Ein gesundes Immunsystem kann vor eindringenden Erregern schützen
  • Zur Vermeidung von Reizung der Haut oder Nägel durch chemische Mittel sollten Handschuhe bei der Arbeit mit solchen Stoffen getragen werden
  • Bei schon entstandenen Nagelbettentzündung sollte ein Arzt aufgesucht werden, um einem noch schlimmeren Krankheitsverlauf vorzubeugen

 

Quellenangaben

  • Rudiger, Jürgen; Kurzgefasste Handchirurgie, Fachliteratur, ISBN 3-13-126425-X, Verlag Thieme, München 2006
  • Brug, Langer: Das Panaritium des Endgliedes und subkutane Infektionen an der Hand, Fachliteratur, veröffentlicht in: Panta Rhei – Umdenken, Wissenschaftliches Abstract, München 2001
  • Lippert, Hans: Wundatlas: Kompendium der komplexen Wundbehandlung, Fachliteratur, ISBN 3-13-157473-9, Verlag Thieme, München 2012
  • Lisitsin; Vorob´ev; Badikov: Combined treatment of panaritium, Fachliteratur, veröffentlicht in: Pubmed.gov, Wissenschaftliches Abstract, 1998
  • Fabian, Anne-Katrin: Der Brockhaus Gesundheit: Krankheiten erkennen, verstehen und heilen, Fachliteratur, ISBN 3-76-531576-1, Verlag Brockhaus, Berlin 2004
  • Schmiedel, Volker; Augustin, Matthias: Das große Praxisbuch der Naturheilkunde, Fachliteratur, ISBN 3-81-122343-7, Verlag Gondrom, Bindlach 2004

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