Behandlung und Therapie

Behandlung von Warzen

Äußerlich auftretende Warzen können heutzutage auf verschiedene Arten behandelt werden. Handelt es sich um einen leichten Befall eigenen sich Warzenpflaster oder spezielle Lösungen zum Warzen entfernen. Dies ist vermutlich die leichteste Form der Behandlung von Warzen.
Des weiteren gibt es auch die Möglichkeit Warzen vereisen zu können. Dafür wird Stickstoff in flüssiger Form verwendet. Die Wahl der passenden Methode zur Entfernung der Warzen ist ausschlaggebend, da es sonst zu starken Blutungen und Schmerzen nach der Operation oder zum kontraproduktiven Wachstum der Warzen kommen kann.

Bei besonders ausgeprägten Warzen erfolgt nicht selten eine operative Entfernung. Manchmal verschwinden Warzen, wenn sie nicht zu stark von Hornhaut überwachsen werden, nach ein paar Wochen ohne die Anwendung von Hilfsmitteln. Dann wurden die eingedrungenen Viren durch das körpereigene Immunsystem besiegt. Da aber virenbedingte Warzen generell über diese Erreger übertragen werden können, empfiehlt sich eine schnelle Entfernung ebendieser. Das gründliche Beseitigen der Warzen ist wichtig, da bleibende Warzen sich vermehren und ausbreiten können, was zu zusätzlichen Komplikationen führen kann. Dann ist ein operativer Eingriff nicht mehr abzuwenden.
Aber auch wenn eine Warze nach erfolgreicher Behandlung verschwunden ist, kommt es in vielen Fällen zum rezidivraten, also wiederholten, Auftreten von Warzen. In diesen Fällen wurden dann die auslösenden Viren nicht gründlich genug entfernt.
Leidet der Patient an Dornwarzen, müssen diese in den meisten Fällen chirurgisch entfernt werden. Dazu wird eine Art Löffel verwendet womit Warzen ausgehöhlt werden können.

In diesen Fällen wird manchmal auch mit Elektroagulation behandelt. Hier wird die betroffene und betäubte Hautstelle leicht angeschmort, um so die verbleibenden Viren abzutöten. Diese Behandlungsmethode wird heutzutage weniger häufig angewendet, da die Wundstellen nicht immer narbenfrei abheilen. Auch berichten die betroffenen Patienten von erhöhten Schmerzen bei dieser Therapieart. Öfter, aber auch teurer, ist daher die Laserbehandlung zum Warzen entfernen. Dabei gibt es wiederum zwei gängige Methoden. Erstere funktioniert nach Art eines Skalpells nur als Laserstrahl. Die neuere, zweite Art der Laserbehandlung ist die Austrocknung der Warzenwucherungen durch die Behandlung mit lichtgebundenen Farbstoffen. Dabei wird die Warzenblutgefäße nach und nach zerstört und so eine Rückbildung der Hautkrankheit erreicht. Zwar ist diese Methode besonders schmerzarm, jedoch ist sie mit mehreren Arztsitzungen vergleichsweise langwierig und teuer.

Warzen - Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

Warzen – Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

Nicht nur aus diesen Gründen ist das Warzen vereisen immer noch sehr gängig. Sie bietet einen guten Kompromiss aus Behandlungsdauer und zu erwarteten Schmerzen. Meistens kommt, wie schon eingangs erwähnt, flüssiger Stickstoff oder eine Mischung aus Dimethylether-Propan dabei zum Einsatz. Der Applikator, also die Apparatur zum Aufbringen der eiskalten Mixtur, wird in einem Sicherheitsbehälter auf unter minus fünfzig Grad herunter gekühlt. Schnell wird dann der Applikator direkt an die Warzen gehalten. Die Dauer hängt von der Größe der Warze ab, wird aber fünfundzwanzig Sekunden nicht übersteigen. Durch das Warzen vereisen wird nach und nach die befallene Oberhaut zerstört. So kann neues Gewebe nachrücken und die abgetötete Warze so abgestoßen werden.
Auch mit Säuren wie der Trichloressigsäure kann man durch Zerstörung des betroffenen Hautgewebes Warzen entfernen. Abgemildert kann ein ähnlicher Effekt mit der täglichen Anwendung von Strillium erreicht werden.
Anders verläuft die Behandlung mit speziellen Warzenpflastern. Hier wird oftmals die oberste Schicht der Haut mit Salicylsäure entfernt, um die Warze besser behandeln zu können. Jedoch sollte hier besonders aufgepasst werden, denn es kann manchmal zu Blutungen und somit zu neuen Infektionen der Wundstellen kommen.
Natürlich ist eine Warzenbehandlung mit Virostatika auch möglich. Diese werden dabei meistens in Form von Cremes oder Salben verabreicht und beinhalten nicht selten den Wirkstoff Cidofovir. Dieser eignet sich besonders zur Bekämpfung von Hautkrankheiten im Zusammenhang mit Infektionen, welche durch das HP-Virus hervorgerufen wurden. Gleichzeitig sollte die Immunabwehr mit Wirkstoffen wie Imiquimod bestärkt oder reaktiviert werden, damit an der Körperoberfläche verbliebene Viren abgetötet werden.
Im Falle von Alterswarzen handelt es sich nie um bösartige Hautwucherungen, daher müssen diese prinzipiell nicht beseitigt werden.

Behandlung – auf einen Blick

  • Warzen können auf verschiedene Arten behandelt werden
  • Es werden heutzutage viele verschiedene Warzenmittel angeboten
  • Der Warze entsprechend sollte bedacht die richtige Methode der Warzenentfernung gewählt werden
  • Eine gängige Behandlungsart ist die Warzenvereisung
  • Dabei wird beispielsweise flüssigee Stickstoff verwendet, um Warzen vereisen zu können
  • Hartnäckige Warzen, wie Dornwarzen, werden oftmals operativ entfernt
  • Dies geht mit klassischen Operationswerkzeugen oder mit Hilfe der Elektroagulation
  • Hierbei werden befallene Gewebestellen leicht angeschmort und Viren somit abgetötet
  • Auch Warzenpflaster sind eine Möglichkeit der effizienten Entfernung einer Warzen
  • In schwerwiegenden Fällen können Patienten mit Virostatika behandelt werden
  • Damit Warzen nicht erneut ausbrechen, sollten sie besonders gewissenhaft behandelt und entfernt werden

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. UrsacheDurch direkten Kontakt mit den HP-Viren, also in Form einer Schmierinfektion, können die Viren durch kleinste Wundstellen der Haut in die oberen Schichten gelangen.
  2. AusbreitungHier können sich die Viren ausbreiten, in die Zellkerne der Hautzellen gelangen und die unerwünschten Wucherungen der Haut bewirken.
  3. Warze entstehtAn der Hautoberfläche bilden sich sichtbare Warzen

Hausmittel zur Heilung von Warzen

In der Behandlung gegen Warzen wird oft auf wirkende Hausmittel verwiesen. Dabei sollte vor allem Vorsicht geboten sein, damit ein Warzenbefall nicht verschlimmert wird.
Ein bekanntes, angeblich wirkendes Warzenmittel ist Knoblauch, da der in ihm beinhaltete Wirkstoff Allicin von Viren befallene Zellen abtöten soll. Ganz ist seine Wirkungsweise jedoch nicht belegt.
Über viele Jahre hat sich das von Volksmund sogenannte Warzenkraut einen guten Ruf als Mittel zum Warzen entfernen erarbeitet. Doch die heilende Wirkung des Extrakts des Schöllkrauts, wie die Pflanze eigentlich heißt, ist bislang ebenfalls nicht zu belegen.

zusätzliche Informationen über Warzen

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  • Andreae, Susanne; Avelini, Peter; Berg, Melanie; Hoffmann, Martin: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen aus allen medizinischen Fachgebieten, Fachliteratur, ISBN 3-12-142961-5, Verlag Thieme, Stuttgart 2006
  • Stockfleth: Humane Papillomviren, Fachliteratur, veröffentlicht in: Dematologie und Venerologie, Verlag Springer, Heidelberg 2005
  • Dickson, James: Surgical treatment of intractable plantar warts, Fachliteratur, veröffentlicht in: The Journal of Bone & Joint Surgery 03/48, Wissenschaftliches Abstract, 1948
  • Bunney, Mary: Viral Warts. Their Biology and Their Treatment, Fachliteratur, ISBN 0-19-261335-9, Verlag Oxford University Press, Oxford 1982
  • De Villiers: Taxonomic classification of papillomaviruses, Fachliteratur, veröffentlicht in: Papillomavirus Report, Wissenschaftliches Abstract 12/01, 2001
  • Höpfl; Guger; Widschendter: Humane Papillomviren und ihre Bedeutung in der Karzinogenese, Fachliteratur, veröffentlicht in: Hautarzt 52/01, 2001