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Windpocken - Behandlung

Behandlung und Therapie

Behandlung von Windpocken

Die Windpockenbehandlung sollte vor allem nach dem Symptomen des Betroffenen gehen. Da Windpocken oftmals zu Kinderkrankheiten gezählt werden, sollten diese Patienten besonders berücksichtigt werden.
Vorwiegend sollten hier die Schmerzen und der Juckreiz auf der Hautoberfläche gemildert werden.
Dabei helfen einige direkte Maßnahmen: Zum einen können feuchte und kalte Textilwickel auf die befallenen Körperstellen gelegt werden. Gegen das starke jucken helfen auch sogenannte Antihistaminika, wobei ein Einsatz dieser Mittel ärztlich abgestimmt sein sollte.
Vielleicht reichen auch schon natürliche Emulsionen in den Kältekompressionen, Kamillenextrakte oder Lotionen aber schon aus, um die Beschwerden zu minimieren.
Außerdem hilft nicht enganliegende Kleidung dabei die Haut nicht zusätzlich zu reizen.
Im Verlauf der Windpocken sollten zusätzliche Infektionen in jedem Fall vermieden werden. Daher können kleinen Kindern die Fingernägel gut geschnitten werden, damit sie nicht die erkrankten Hautstellen aufkratzen können. Erst wenn die Hautbläschen anfangen zu verkrusten und somit abheilen ist das ärgste Überwunden und ausgiebige Bäder wieder möglich. Bei der Austrocknung der Bläschen kann Zink in Form von Salben, die direkt auf die betroffenen Areale der Haut gegeben werden, helfen. Salben jeder Art sollten aber nicht zu dick aufgetragen werden, da eine stark abdichtende Verschließung gegen die Luft mögliches Bakterienwachstum fördern kann, wenn es zur Verunreinigung von aufgekratzten Wundstellen gekommen ist.

Zusätzlich zahlt sich eine gute Pflege der Haut und ruhender Schlaf mit einem schnelleren Krankheitsverlauf aus.
Dennoch werden in einigen Fällen, zum Beispiel bei Patienten mit schwachem Immunsystem, sogenannte Virostatika eingesetzt. Dabei sollte aber auf einen angemessenen und nicht übertriebenen Einsatz der Medikamente mit ärztlicher Absprache geachtet werden. Durch Virostatika wird das Wachstum der Bakterien gehemmt.
Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure beinhalten, sollten bei kleinen Kindern wegen möglichen Unverträglichkeiten gar nicht eingesetzt werden.
Immer wieder sollte die bis zu einer Woche nach dem Abheilen der Hautkrankheit bestehende Gefahr der Ansteckung bedacht werden.

Behandlung - auf einen Blick

  • Bei der Behandlung der Windpocken sollten die individuellen Symptome des Patienten bedacht werden
  • Vor allem muss der Juckreiz gelindert werden, dabei helfen kühlende und feuchte Wickel, die in Kamillenextrakte getaucht werden
  • Lockere Kleidung verhindert die zusätzliche Reizung der betroffenen Hautstellen
  • Die Pusteln sollten nicht aufgekratzt werden, da Superinfektionen mit Pilzen oder Bakterien folgen können
  • Zinksalben können entzündete Hautstellen austrocknen und somit die Heilung der Haut vorantreiben
  • Bei Patienten mit sehr geschwächtem Immunsystem können auch starke Virostatika eingesetzt werden, damit sich die Viren nicht weiter ausbreiten können

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. InkubationszeitDie Windpocken Inkubationszeit beträgt meistens rund zwei Wochen. Im Anschluss kommt es beim Patienten meistens zu leichtem Fieber und allgemeinen Krankheitssymptomen.
  2. Körper reagiertSchon gut einen Tag später kann der charakteristische Hautausschlag beginnen. Oftmals startet dieser am Kopf oder Rumpfbereich in Form von geröteten Punktstellen. Wenig Zeit später füllen sich diese Stellen mit eine klaren Flüssigkeit und werden so zu Bläschen.
  3. Öffnung der BläschenNach und nach verkrusten die Hautbläschen nachdem sie vorher von alleine aufgeplatzt sind.
  4. HeilungsprozessNach maximal fünf Tagen bildet sich der Hautausschlag beim komplikationsfreien Heilungsverlauf vollständig und ohne Rückstände zurück.

Hausmittel zur Heilung von Windpocken

Hausmittel können die Symptome der Windpocken-Erkrankung teilweise lindern, aber nicht beseitigen. So sind textile Wickel, die in Tee aus Kamille getüncht und auf die Hautstellen gelegt werden, schon eine gute Hilfe gegen den Juckreiz. Die Kompressionen sollten zusätzlich kalt sein, um den warmen Schwellungen entgegenwirken zu können.

Quellenangaben

  • Vegedes, Jan; Soldner, Georg: Das Kinder-Gesundheitsbuch: Kinderkrankheiten ganzheitlich vorbeugen und heilen, Fachliteratur, ISBN 3-83-383619-9, Verlag Gräfe und Unzer, München 2013
  • Scholz: Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen: mit 163 Tabellen, Fachliteratur, veröffentlicht in: Deutsche Gesellschft für Pädiatrische Infektiologie e.V., München 2003
  • Fairly; Miller: Varicella-zoster virus epidmiology – a changing scene?, Fachliteratur, veröffentlicht in: Infect Dis, 1996
  • Zieblod; von Kreis; Lang; Weigl; Schmitt; Severe complication of varicella in previously healthy children in Germany, Fachliteratur, veröffentlicht in: Pediatrics 11/01, Wissenschaftliches Abstract, 2001
  • Gross; Schöfer; Wassilew; u.a.: Zoster und Zosterschmerzen: Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Infektologie, Online-Publikation, veröffentlicht in: AWMF online, 2005

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