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Windpocken - Symptome

Symptome von Windpocken

Die Symptome von Windpocken lassen sich auf die zwei Phasen des Krankheitsverlauf aufteilen: Zuerst kommt es zu allgemeinen Krankheitssymptomen wie Kopfschmerzen, Husten oder Übelkeit und leichtem Fieberanstieg. Schon kurz darauf oder am nächsten Tag wird nach und nach der charakteristische Hautausschlag sichtbar. Es bilden sich zuerst Flecken, die sich dann in Bläschen weiterentwickeln. Sie können starken Juckreiz hervorrufen und sind nicht selten mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt. Das erkrankte Hautbild zeigt viele verschiedene Arten der Hautveränderungen: Es sind gerötete Stellen, angeschwollene Pusteln, gefüllte Bläschen und schuppende Schorfstellen zu erkennen. Mediziner sprechen daher in diesem Zusammenhang von einem Sternenhimmel auf der Patientenhaut, da so viele Veränderungen der Haut auf einmal oder nacheinander stattfinden.
Die ersten Anzeichen kommen nach der Windpocken Inkubationszeit, die gut zwei Wochen dauern kann.
In den meisten Fällen verheilen Windpocken ohne Komplikationen nach maximal fünf Tagen. Bei Kindern nimmt die Krankheit dabei oft einen leichteren Verlauf als Windpocken bei Erwachsenen.
Sind zuletzt genannte betroffen, tritt das Virus deutlich prägnanter und der Ausschlag noch deutlicher auf als im Kindesalter. Hinzu kommen noch erschwerende Nebensymptome.

Bis zu einem Monat lang kann der Körper des Betroffenen im schlimmsten Fall gegen einen sichtbaren Ausschlag auf der Hautoberfläche ankämpfen. Es entstehen die typischen geröteten Flächen, die sich nach und nach mit einer wasserklaren Flüssigkeit füllen und dann in Form von Schorf abheilen. Schon vor diesen Symptomen kommt es nicht selten zu Fieber beim Patienten. Auch schlimmere Symptome wie Entzündungen der Hirnregion oder Lungenentzündungen können vor allem bei Erwachsenen, die das erste mal mit Windpocken in Berührung kommen, auftreten.

Windpocken - Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

Windpocken - Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

Nicht selten kommt es durch kratzen der befallenen Hautstellen zum schnelleren Verteilen der Krankheit entlang der Hautoberfläche. Andernfalls gibt es die Möglichkeit von Komplikationen im Bereich des Magens oder Darms des Patienten. Darüber hinaus können Windpocken Hepatitis hervorrufen, was einer entzündeten Leber entspricht. In seltenen Fällen gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen Schlaganfällen und Windpocken.
Auch sogenannte Superinfektionen, also bakterielle Zweitinfektionen, können so begünstigt werden. Darüber hinaus können dann auch im schlimmsten Fall Narben auf dem Hautgewebe zurückbleiben.
Kontakt mit immunschwachen Personen, wie AIDS- oder Krebskranken, Menschen mit chronischen Leiden wie Neurodermitis oder Menschen höheren Alters, sollten Befallene unbedingt vermeiden.

Vor allem gilt es aber, wie schon Eingangs erwähnt, Schwangere vor einer möglichen Windpocken-Erkrankung zu bewahren. Sie sind besonders von der achten Woche der Schwangerschaft an in Gefahr. Dann sind Mutter und Kind gleichermaßen gefährdet, hauptsächlich bei einer Ansteckung mit Windpocken wenige Tage vor der bevorstehenden Geburt. Dann kann die Betroffene möglicherweise durch Windpocken in der Schwangerschaft sterben.
Nach dem Ausbruch der Windpocken im jungen Alter, verbleibt das Virus latent im Körper und kann nicht mehr beseitigt werden. In besonders komprimierten Nervenenden im Körper, wie im Rückmark, wartet es auch die erneute Aktivierung. Diese kann beispielsweise eine erneute Infektion auslösen.
Gut jeder fünfte, der in seiner Kindheit oder Jungend an Windpocken litt, bekommt um sein 40. Lebensjahr herum eine Gürtelrose. Im Normalfall verläuft sie gutmütig, jedoch können die von dieser Hautkrankheit betroffenen Patienten die Virazella-Herpes-Viren übertragen und so bei anderen Menschen Windpocken-Ausbrüche hervorrufen. Dies geht aber hauptsächlich nur über den Inhalt der Bläschen, wenn diese aufgekratzt wurden oder aufgeplatzt sind. Daher ist Kontakt von Gürtelsrosepatienten mit Schwangeren grundsätzlich nicht gefährlich.
Im Fall der Windpocken ist eine Ansteckung bis zu eine Woche nach der ersten Bildung der Hautveränderungen möglich. Auch bis zu eine Woche nach dem Auftreten letzter Hautbläschen ist der Patient noch ansteckend.

Symptome - Auf einen Blick

  • Der Verlauf der Krankheit lässt sich in zwei Phasen einteilen
  • In der ersten Phase kommt es zu Symptomen wie allgemeinem Unwohlsein, Fieber, Husten, Übelkeit und Kopfschmerzen
  • Kurz darauf beginnt die zweite Phase mit einem Hautausschlag, der sich von oben nach unten schnell ausbreitet
  • Die Haut ist gerötet, nach und nach bilden sich Pusteln, die mit Flüssigkeit gefüllt sind
  • Außerdem sind Schwellungen und Hautschorf zu erkennen
  • Durch das vielseitige Krankheitsbild auf der Hautoberfläche werden die Hautveränderungen beim Patienten auch Sternenhimmel genannt
  • Die Windpocken Inkubationszeit dauert gut zwei Wochen
  • Im Kindesalter ist die Krankheit bei erfolgreicher Behandlung nach gut fünf Tagen besiegt
  • Windpocken bei Erwachsenen können zu deutlich schwerwiegenderen Komplikationen führen
  • Die Symptome können dann bis zu einen Monat verbleiben
  • Leichter als bei Kindern kommt es zu Entzündung empfindlicher Bereiche wie der Hirnareale oder Lungen
  • Die Ansteckung mit Windpocken ist noch bis zu einer Woche nach dem Abklingen der sichtbaren Symptome möglich

Quellenangaben

  • Vegedes, Jan; Soldner, Georg: Das Kinder-Gesundheitsbuch: Kinderkrankheiten ganzheitlich vorbeugen und heilen, Fachliteratur, ISBN 3-83-383619-9, Verlag Gräfe und Unzer, München 2013
  • Scholz: Handbuch Infektionen bei Kindern und Jugendlichen: mit 163 Tabellen, Fachliteratur, veröffentlicht in: Deutsche Gesellschft für Pädiatrische Infektiologie e.V., München 2003
  • Fairly; Miller: Varicella-zoster virus epidmiology – a changing scene?, Fachliteratur, veröffentlicht in: Infect Dis, 1996
  • Zieblod; von Kreis; Lang; Weigl; Schmitt; Severe complication of varicella in previously healthy children in Germany, Fachliteratur, veröffentlicht in: Pediatrics 11/01, Wissenschaftliches Abstract, 2001
  • Gross; Schöfer; Wassilew; u.a.: Zoster und Zosterschmerzen: Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Infektologie, Online-Publikation, veröffentlicht in: AWMF online, 2005

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