Behandlung und Therapie

Behandlung von Hautpilz

Hautpilz sollte vor allem besonders schnell behandelt werden, damit er sich nicht auf weitere Körperregionen ausbreiten kann. Dies passiert meistens durch das Kratzen der juckenden Hautstellen. Entstehende, tiefere Wunden führen in diesem Zusammenhang oftmals zu schwerwiegenden Sekundärinfektionen. Daher sollte gegebenenfalls erst einmal der Juckreiz durch natürliche Salben oder Lotionen gelindert werden. Auch Puder eignet sich gut, um die Hautstellen direkt zu trocknen und zu isolieren.

Besonderen Wert sollten Betroffene auf die Desinfizierung der getragenen Kleidung legen. Es sollte also die Kleidung beziehungsweise die Schuhe möglichst häufig gewechselt und gewaschen werden. Die meisten Pilzsporen sterben erst bei über 60 Grad ab.
Öffentliche Orte, an denen menschlicher Kontakt unvermeidbar ist, sollte wegen der Ansteckungsgefahr anfangs vermieden werden.
Mediziner verschreiben gegen einen Hautpilz meisten antimykotische Mittel. Die hauptsächlichen Wirkstoffe sind hier unter anderem Terbinafin, Miconazol oder Clotrimazol. Häufig ist auch die sogenannte Benzosäure anzutreffen.

Hierbei gibt es Mittel die in Form von Cremes oder Salben von außen oder als Tabletten von innen heraus wirken. Je nach schwere des Falls können letztere sogar zusammen mit einer stationären Behandlung notwendig sein. Diese Antimykotika sollten besonders gründlich aufgetragen oder eingenommen werden, damit selbst hartnäckigste Pilze absterben und sich nicht weiter ausbreiten können. Je nach Medikament wird eine überlange Anwendungsdauer empfohlen, mindestens sechs Wochen sollten es sein. Darüber hinaus können diese Mittel den Juckreiz direkt positiv beeinflussen.

Behandlung – auf einen Blick

  • Besonders schnelle Behandlung wegen drohender Ausbreitung notwendig
  • Kratzen vermeiden, da Verschleppung droht
  • Offene Wunden können zu Sekundärinfektionen führen
  • Juckreiz stoppen
  • Betroffene Hautstelle isolieren und trockenen
  • Kleidung und Schuhe häufig waschen und wechseln
  • Antimykotika gegen Hautpilz zur äußeren Anwendung oder Einnahme
  • Mindestens sechs Wochen Behandlungsdauer
  • Gewissenhafte und genaue Anwendung der Medikamente für rückstandsloses Entfernen des Hautpilzes

Verlauf der Krankheit und Heilungsprozess

  1. ImmunsystemDurch ein geschwächtes Immunsystem können Pilze die Haut leichter befallen.
  2. EindringenDer Pilz dringt mit seinen Zellfäden, den so genannten Hyphen, in die Oberhaut ein.
  3. WachstumEr wächst von außen in die Haut hinein und nistet sich dann in den tieferen Hautschichten ein.
  4. VermehrungDort vermehrt sich der Pilz.
  5. AusbreitungDie Haut erneuert sich, betroffene Hautzellen gelangen wieder an die Hautoberfläche und der Pilz breitet sich auf der Oberfläche aus.
  6. InfektionDie Infektion kann sich über die Hautstelle ausbreiten. Es entsteht Hautpilz.

Hausmittel zur Heilung von Hautpilz

Neben gängigen Antimykotika, die oftmals medizinisch Verschrieben werden, gibt es die Möglichkeit auf Hausmittel auszuweichen. Bekannt ist hier beispielsweise das Lavendelöl. Es kann auf natürliche Art und Weise das Pilzwachstum hemmen.
Dennoch wird die Behandlung mit Arznei zum wesentlich schnelleren Erfolg empfohlen. Nur so lässt sich die Ausbreitung eines Hautpilzes effizient stoppen.


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Wenn du Informationen über Scheidenpilz suchst, dann findest du diese hier: Scheidenpilz
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