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Neurodermitis - Symptome

Symptome von Neurodermitis

Neurodermitis ist eine Erkrankung der Haut mit sehr verschiedenen Symptomen. Von Patient zu Patient können diese nicht nur unterschiedlich sein, sondern auch auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Dabei ist ein Problem, dass Ursachen nicht immer direkt ermittelt und somit abgestellt werden können. Die Neurodermitisschübe können also regelmäßig auftreten.
Hier sind die zeitlichen Abstände jedoch nicht immer bei allen Befallenen gleichmäßig. Auch ein natürliches Abflachen der Symptome kann manchmal, unerklärlicherweise beobachtet werden. So kann eine hundertprozentige Wirkungsweise der angegangenen Therapie nicht immer festgestellt werden.
Die bekannten Symptome der Neurodermitis sind die sichtbaren Hautveränderungen. Zuerst ist die Haut oftmals sehr trocken, doch schon bald kann es durch kratzen oder mechanische Einflüsse zur Wundbildung einiger Stellen kommen. Dann entstehen leicht Hautentzündungen. Diese betreffen fast alle Neurodermitispatienten, die von einer sehr rauen Haut betroffen sind. Sie äußern sich in geröteten und geschwollenen Haustellen. Von diesen Stellen geht ein stark erhöhtes Jucken aus. Dann werden vor allem Gesichtsstellen an den Augen oder die Haut an den Gelenken leicht zusätzlich gereizt. Die Haut weist dann nicht selten kleine Risse auf. Oftmals werden diese Hautstellen dann von den Betroffenen wegen des erhöhten Jucken dann gekratzt. Charakteristisch können dann auch kleine Pusteln oder Knoten auf der Hautoberfläche sein. Typischerweise tritt an diesen Stellen auch wahlweise ein Ekzem an der Hautoberfläche auf.
Darüber hinaus können nässende Stellen auftreten, die kurze Zeit später verkrusten. Der entstehende Schrof stört gegebenenfalls zusätzlich das Hautbild. Oftmals wird in diesem Zusammenhang vom sogenannten Milchschorf gesprochen. Äußerlich gut sichtbar, tritt Neurodermitis beim Baby oft in dieser Form auf. Die sichtbaren Symptome an den Hautstellen ähneln dann Milchflecken, die durch zu langes Erhitzen verbrannt sind. Meistens treten diese Hautveränderungen im Gesichtsbereich auf, können sich aber auch überall anders am Körper ausbreiten. Nicht selten sind dann typischerweise auch Gelenkbeugen betroffen.
Vor allem bei älteren Patienten kommt es des öfteren zu Ekzemen an den inneren Gelenken. Speziell sind dies die Kehlen der Knie und Ellenbogen. Aber auch Kinder, Jugendliche oder Erwachsene können von diesem Krankheitsbild betroffen sein, ebenso andere Körperstellen. Letztere können in selteneren Fällen auch von einer purigoförmigen Neurodermitis betroffen sein. Dann treten gehäuft vor allem Pusteln auf der Oberfläche auf.

Besonders junge Patienten in der Pubertät leiden an Neurodermitis im Gesicht. Dann kann Neurodermitis Augen, Wangen oder Stirnbereiche betreffen. Spezielle Formen der Krankheit befallen den Halsbereich bis zum Kopf, die Flächen von Händen oder Sohlen der Füsse. Besonders empfindliches Hautgewebe, wie an den Brustwarzen, kann leicht durch Neurodermitis betroffen sein. Ebenso sind die Ohren oder die Mundpartie gängige Stellen für das Auftreten möglicher Hautentzündungen. Auch einzelne Finger oder Zehen können befallen sein, dann bildet sich speziell dort ein Ekzem.
Langfristig kann sich das Hautbild des Patienten verschlechtern, die Haut wird gröber oder dicker.
Diese Hautänderungen können praktisch überall auf der Haut des Betroffenen auftreten. Nicht selten befällt Neurodermitis Kopfhaut und Gliedmaßen. Dann bilden sich kleine Pusteln, die im Krankheitsverlauf verkrusten. Die Symptome können dabei denen einer Schuppenflechte, in der Fachmedizin Psoriasis genannt, ähneln. Oftmals sind Menschen, die an Neurodermitis leiden auch von bestimmten Allergien betroffen. Beispiele wären hier Allergien gegen Pflanzen, Haare von Tiere oder Staub. Auch Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln sind häufig vertreten. Gängig sind dabei Probleme durch Gluten, Weizen, Milch, Nüsse, Früchte oder Weiteres.
Leicht kommt es bei falscher Behandlung zu sogenannten Zweit- oder Superinfektionen. Diese werden durch eindringende Erreger wie Bakterien, Pilze oder Viren ausgelöst. Durch aufgekratzte Wundstellen ist ihr Auftreten nicht auszuschließen. Gängige Erreger sind hier Bakterien der Art Staphylokokken oder Streptokokken. Entzündungen, die schon anfangen zu nässen, sind ideal für die Ansiedlung und das Wachstum der Bakterienkulturen. Sind sie einmal ansässig geworden, können sie weiterhin nachhaltig den Gesundheitszustand des Patienten verschlechtern. Dann hilft nur eine Behandlung mit staken Antibiotika oder sogar stationäre Behandlung.
Candina albicans Pilze nisten sich gerne in Hautrissen ein und führen gegebenenfalls zu Haut- oder Fußpilz. Nicht auszuschließen sind auch Herpesviren als Gefahrenquellen einer schwerwiegenden Hautinfektion. Besonders dann verläuft die Krankheit oftmals deutlich drastischer. Lymphknoten können zusätzlich anschwellen und allgemeine, aber starke Krankheitssymptome auftreten, die sogar zum Tod führen können.
Bestärkt wird dies durch die geschwächte Funktionsweise des natürlichen Schutzmantels der Haut. Somit ist ein weiteres Symptom die dauerhaft verschlechterte Immunabwehr der Haut. Sie ist deutlich anfälliger für die Ursachen, oftmals „Trigger“ genannt, die Hautentzündungen bei Neurodermitispatienten auslösen können.
Dadurch kommt es leichter zu erneuten Schüben der Hautkrankheit mit juckenden Hautstellen. Sie werden schnell zu psychischen und physischen Belastung für den Patienten. Oftmals äußert sich das direkt im schlafraubenden Juckreiz, der zu einer geminderten Leistungsfähigkeit führen kann. Somit kann die Hautkrankheit durch die psychischen Faktoren begünstigt werden, aber auch selber zu weiteren Schäden der Psyche führen. Somit steigt das Unwohlsein der Patienten stark an.
Wichtig ist die Vermittlung des Fakts an das Umfeld des Betroffenen, dass Neurodermitis nicht ansteckend ist. Auch wenn die schuppende Haut mit möglichen bräunlichen Stellen ansteckenden Hautkrankheiten ähneln könnte, darf nicht fälschlicher Weise angenommen werden, dass Neurodermitis ansteckend sei.

Symptome von Neurodermitis – auf einen Blick

  • Es treten verschiedene Symptome bei Neurodermitispatienten auf
  • Sie unterscheiden sich in Art und Schwere
  • Typische Symptome sind trockene, schuppige und rissige Haut
  • Hinzu kommt starker Juckreiz
  • Die betroffenen Stellen können anschwellen und gerötet auftreten
  • Prinzipiell können alle Körperstellen betroffen sein
  • Oftmals tritt Neurodermitis auf der Kopfhaut auf
  • Bei Kindern oder Säuglingen ist sogenannter Milchschorf ein Anzeichen für Neurodermitis
  • Weitverbreitet sind Ekzeme an den Gelenkkehlen der Betroffenen
  • Bei speziellen Formen entstehen kleine Pusteln beispielsweise an den Handflächen oder an den Sohlen der Füße
  • Auch im Gesichtsbereich, als Neurodermitis an den Augen, am Mund oder an den Wangen treten die Hautkrankheiten auf
  • Die Symptome können einer Schuppenflechte, also Psoriasis, ähneln
  • Durch das Kratzen an den juckenden Stellen kommt es zu nässenden Wunden, die sich leicht entzünden können
  • Zusätzlich kann es dann einfach zu sogenannten Superinfektionen durch Viren, Pilze oder Bakterien kommen
  • In schlimmsten Fällen führen solche Infektionen zum Tod
  • Durch den ständigen Juckreiz sind Störungen des Schlafrhythmus möglich, die zu einer geminderten Leistungsfähigkeit führen können
  • Neurodermitispatienten sehen sich oft einer Stigmatisierung durch ihr Umfeld ausgesetzt
  • Dabei ist Neurodermitis nicht ansteckend

Quellenangaben

  • Abeck, Dietrich: Was hilft meinem Kind bei Neurodermitis? Auslösefaktoren, Behandlung und Vorbeugung, Fachliteratur, ISBN 3-13-132931-9, Verlag Thieme, Stuttgart 2003
  • Werfel, Thomas; Clae, Christa; Klub, Werner; Greiner, Wolfgang; Von der Schulenburg; Johann-Matthias Graf: Therapie der Neurodermitis, Fachliteratur, veröffentlicht in: Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Indormation 46/06, Wissenschaftliches Abstract, Köln 2006
  • Werfel, Thomas; Werner, Aberer; Biedermann, Tilo; u.a.: S2-Leitlinie Dermatologie: Neurodermitis, PDF-Publikation, veröffentlicht in: AWMF online, Wissenschaftliches Abstract, 2008
  • Ring; Przybilla; Ruzicka: Handbook of Atopic Eczema, Fachliteratur, ISBN 3-54-029856-8, Verlag Springer, Berlin 2006
  • Bair, Brooke; Dodd, Jofn; Heidelberg, Karen; Krach, Kent: Cataracts in Atopic Dermatitis, Fachliteratur, veröffentlicht in: JAMA Dermatology, Wissenschaftliches Abstract, 2011
  • Tsoureli-Nikita, Evridiki; Hercogova, Jana; Lotti, Torello; Menchini, Giovanni: Evaluation of dietary intake of vitamin E in the treatment of atopic dematitis: a study, Fachliteratur, veröffentlicht in: International Journal of Dermatology 05/02, Wissenschaftliches Abstract, 2002
  • Ring, Johannes: Neurodermitis – Atopisches Ekzem, Fachliteratur, ISBN 3-13-146661-7, Verlag Thieme, Stuttgart 2011

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