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Wundrose - Symptome

Symptome von einer Wundrose

Die Symptome einer Wundrose sind zum einen die charakteristische, scharf begrenzte Rötung der betroffenen Stellen. Dabei ist häufig ist eine Wundrose im Gesicht anzutreffen. Diese wird dann auch manchmal bezeichnend als Gesichtsrose bezeichnet. Aber auch an anderen Körperstellen ist das Auftreten einer Wundrose möglich. Gängig ist auch eine Wundrose am Bein, genauer gesagt in der Region des Unterschenkels.
Grundsätzlich ist eine Wundrose jedoch an jeder Körperstelle vorstellbar, sobald ein für die bakterielle Infektion benötigtes Zugangstor in Form einer Wundstelle vorhanden ist.

Schon kurz nach der Infektion treten erste Symptome an der Erkrankung auf. Nach ungefähr zwei Tagen der Inkubation, tritt auf einmal Fieber beim Betroffenen auf. Hinzu können allgemeine Krankheitssymptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schüttelfrost kommen.
Kurze Zeit später ist auch schon der charakteristische Hautausschlag zu sehen. Hier sind die befallenen Hautstellen glänzend gerötet und deutlich von der gesunden Haut begrenzt. Durch die Ausbreitung der Infektion über die Lymphbahnen können an den Rändern der erkrankten Region Fortsätze in Form von Flammen beobachtet werden. In diesem Zusammenhand kann es zu einer Schwellung der Lymphknoten im betroffenen und

Wundrose - Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

Wundrose - Hautkrankheit. Ein Querschnitt durch die Haut als Illustration.

umliegenden Bereich kommen. In schlimmeren Fällen entzünden sich die Lymphknoten und verhindern dadurch das notwendige abfließen der Lymphflüssigkeit. Dadurch können große Schwellungen entstehen, die sich beispielsweise in stark aufgedickten Beinen, Füßen oder gar in dem Krankheitsbild der Elephantitis münden können. In den verklebten Lymphbahnen können darüber hinaus noch Bakterien überleben, sich in der Flüssigkeit aufgrund vorhandener Eiweiße gut vermehren und so den chronischen Rückfall einer Wundrose bedingen.
Nach und nach kann die Wundrose von einem Ausschlag mit einer erstmals hellroten Färbung zu einer Schwellung in einer starken, signal-roten Farbe werden. Wenn die bakteriellen Erreger, meistens des Typs Streptokokken Gruppe A, B, C oder G, Toxine absondern, also spezielle für den menschlichen Körper giftige Stoffe ausscheiden, können Bläschen oder kleine eingeblutete Stellen entstehen.
Neben der äußeren Erscheinung der Hautfläche, treten nicht selten Druckschmerzen, Spannungsgefühl und Juckreiz an der betroffenen Stelle auf. In schlimmeren Krankheitsverläufen klagen die Patienten darüber hinaus über starkes Brennen der Hautstellen. Dann kann es im Zuge einer Superinfektion zu eitrigen Bläschen kommen. In normalen Fällen eitern die Stellen der Wundrose nicht.

Im Zusammenhang mit schwerwiegenden Krankheitsverläufen einer Wundrose kommt es auch zu Fällen der Infektion innerer Organe. Ein Beispiel ist hier die Niere, die durch falsche Informationen vom körpereigenen Immunsystem wegen der baubedingten Ähnlichkeit der Streptokokken zu eigenen strukturellen Körperstoffen fälschlicherweise Antikörper bildet. Dann kann gut zwei Wochen nach dem typischen Hautausschlag eine Entzündung der Niere folgen.
Sollte es zu einer Sepsis, also einer Blutvergiftung durch Streptokokken kommen, könnten bei einer Wundrose im Gesicht im Ernstfall Areale des Hirns befallen werden und eine Hirnhautentzündung auslösen. Auch eine partielle Gesichtslähmung ist in diesem Zusammenhang möglich.
Kommt es zu Entzündungen der Venen, kann es passieren, dass sich die Infektion bis zum Herz hin ausbreitet und dort Entzündungen hervorrufen kann. Dies geht dann möglicherweise mit erhöhtem Herzschlag, sogenannten Herzrasen einher.
Diese Arten des komplizierten Krankheitsverlauf sind zwar selten, die Wundrose kann aber bei falscher Behandlung und wiederholt schwachem Immunsystem chronisch auftauchen. Kopf- oder Gliederschmerzen sollten nicht mit einer einfachen Krankheit verwechselt werden, auch sie können durch eine Infektion mit Streptokokken ausbrechen und so in Verbindung zur Wundrose stehen.

Symptome - Auf einen Blick

  • Typisch ist vor allem der charakteristische Hautausschlag an der betroffenen Stelle
  • Die Wundrose kann grundsätzlich überall auftreten, oft erscheint eine Wundrose im Gesicht oder auf dem Unterschenkel
  • Zusätzlich zu den äußerlich sichtbaren Symptomen gibt es meistens kurz zuvor Anzeichen von allgemeinen Krankheitssymptomen
  • Dies kann sich Kopfschmerzen, Übelkeit oder allgemeinem Unwohlsein äußern
  • Auch Fieber kann in direktem Zusammenhang mit einem Erysipel stehen
  • Durch Schwellungen der Lymphknoten kann es zu Komplikationen bei Heilungsverlauf kommen, da das Lymphsystem dann die Fremdkörper nicht von den befallenen Stellen abtransportieren kann
  • In schlimmeren Fällen kann sich die Infektion auf innere Organe ausbreiten
  • Die Wundrose im Gesicht, manchmal auch Gesichtsrose genannt, kann in schweren Fällen zu Lähmungen oder Entzündungen der Hirnareale führen
  • Auch andere Krankheiten können durch diese Hautkrankheit bedingt sein
  • Auch eine Blutvergiftung, in der Fachmedizin Sepsis, kann im Zusammenhang mit einer Wundrose stehen

Quellenangaben

  • Probst, Rudolf; Grevers, Gerhard; Iro, Heinrich: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Fachliteratur, ISBN 3-12-119031-0, Verlag Thieme, Stuttgart 2000
  • Celestin; Brown; Kihiczak; Schwartz: Erysipelas: a common potentially dangerous infection, PDF-Publikation, veröffentlicht in: Pubmed.gov, Wissenschaftliches Abstract, 2007
  • Mann; Strutz: Erkrankungen von Hals und Oesophagus – Entzündliche Erkrankungen – Komplizierte Infektionen, Fachliteratur, veröffentlicht in: Praxis der HNO-Heilkunde, Stuttgart 2001
  • Stulberg; Penrod; Blatny: Common bacterial skin infection, PDF-Publikation, veröffentlicht in: Pubmed, Wissenschaftliches Abstract, 2002
  • Sterry, Wolfram: Kurzlehrbuch Dermatologie, Fachliteratur, ISBN 3-13-146271-X, Verlag Tieme, Stuttgart 2011
  • Hentschel; Uehleke: Das große Kneipp-Gesundheitsbuch, Fachliteratur, Verlag Haug, Stuttgart 2006

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